H. Lins (Leimbach?) 1615, Niederellenbach

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Ortsname
Niederellenbach
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Niederellenbach, Kirchhof.

Merkmale

Datierung

1615

Typ

Erhaltung

erhalten

Größe

37 x 43 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

1,7–2,1 cm

Beschreibung

Grabstein eines H Lins (Leimbach?), in die östliche Innenwand der Kirchhofmauer eingelassen und mit moderner Metallklammer gesichert.1) Die Platte aus grobkörnigem hellgelbem Sandstein zeigt in einem von Schuppenpilastern flankierten Feld ein mit Beschlagwerk umrandetes Medaillon, in das eine fünfzeilige Inschrift geschrieben ist; die Zeilen laufen leicht schräg nach rechts oben. Oben erkennt man noch Reste von Kordelwerk und schlichtem Rahmen. Rundherum stark abgewittert und durch Moos entstellt, links ein Dreieck ausgeschnitten. Die Rückseite konnte nicht geprüft werden; schon Schmidt sah 2010 nur die heutige Anbringungsweise. Als Trenner dienen Doppelpunkte unklaren Zuschnitts.
Das Denkmal gleicht dem Heinebacher aus dem folgenden Jahr (folgende Nr.), doch konnte nicht festgestellt werden, ob hier wie bei jenem Stein auch die andere Seite gestaltet ist. Die Inschrift im Medaillon spricht dagegen, da die Rückseite dem Text vorbehalten war; bei dem möglicherweise doch etwas älteren Stein von Oberellenbach (Nr. 324) steht der Text jedoch zwischen den Schuppenpilastern – offenbar gab es kein verbindliches Modell.
Die Beschädigungen der Oberfläche und die Schriftmischung entziehen den Text einer schlüssigen Lesung. Vermutlich ist der Name als Hans Leimbach zu deuten, da dieser Familienname in dem 1658 beginnenden Kirchenbuch von Braach, wohin Niederellenbach damals gepfarrt war, in den 1660er Jahren mehrfach vorkommt.
Das Beschlagwerk und das Zeichen am Ende des Textes sichern den mit dem Stein von 1616 identischen Hersteller (folgende Nr.).

Geschlecht, Alter, Familienstand

Inschrift

Umschrift

1615 / H LINS ◦ BeC[..]/er ◦ [.]EIM[go..=]/per ◦ Ge[..]/deN ◦ H[.]2

Schrift

Nachweise

Fußnoten

  1. Die Kenntnis der Platte wird Herrn Prof. Dr. Friedrich Karl Azzola, Trebur, ein erstes Foto Herrn Andreas Schmidt, Wettenberg, verdankt. ↑
  2. Zeichen wie auf dem verwandten Heinebacher Stein (folgende Nr.), vgl. Anhang Nr. 16. ↑

Bearbeitung

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„H. Lins (Leimbach?) 1615, Niederellenbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2297_h-lins-leimbach-1615-niederellenbach> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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