Johann Faust 1609, Hersfeld

Abb. 200: Johann Faust 1609, Hersfeld – Nr. 282
Standort
Gebäude / Areal
Bad Hersfeld, Stiftskirche/Stiftsruine (?), Evangelische Stadtkirche oder Friedhof (?).
Heutiger Aufbewahrungsort
Merkmale
Datierung
1609
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
62 x 108 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
3,5 cm
Beschreibung
Grabstein des Johann Faust an der westlichen Außenwand des Museumsgebäudes. Die Platte aus hellem Sandstein ist in zwei Teile zerbrochen. Der Bruch teilt den Stein heute in ein hochrechteckiges vertieftes Schriftfeld mit elf Zeilen Schrift und einen Aufsatz mit zwei Wappen in Flachrelief, die mit Schnüren an einem Ring aufgehängt und auf dem erhöhten Rand mittels Beischriften (W) identifiziert sind. In dem Feld befinden sich die zehnzeilige Grabinschrift (A) und der Beginn der nur fragmentarisch erhaltenen Inschrift (B). Der untere Teil des Steins fehlt; der Umfang des Textverlustes ist nicht zu verifizieren, läßt sich aber bei der Annahme einer 2:1-Proportion des Steines auf drei bis vier Zeilen schätzen; dort ließe sich der vorgeschlagene Text unterbringen.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Faust
Dargestellte Personen
Johannes Faust war anscheinend der älteste Sohn des Hersfelder Bürgermeisters und Ratsverwandten Conrad (ca. 1546–1609). Das Wappen kann nicht seiner Mutter Sabine geb. Landau, Tochter des Rates Daniel und Nichte des Abtes Ludwig Landau, gehört haben,5) weil die Landau zwei Stäbe im Wappen führten.
Der Träger sticht durch das Formular, die Bibelparaphrase und das vorgebliche und vor allem außergewöhnliche Väterzitat aus dem Rahmen des Üblichen.
Inschrift
Umschrift
Übersetzung
(A) Der ehrenhafte und vornehme Mann Herr Johannes Faustus, geboren im Jahr 1576, am 7. Oktober, ging aus diesem irdischen Ägypten, dem Wohnsitz der Knechtschaft, ins heilige Vaterland im Jahr 1609, am 13. Dezember.
(B) Kyrill sagt: Nicht der Mensch (ist Gott geworden, sondern Gott ist Mensch geworden).
Schrift
Nachweise
Fußnoten
- Nach Strieder, Grundlage IV 75f. ↑
Literatur
- „Johann Faust 1609, Hersfeld“, in: Grabdenkmäler (Stand: 24. 10. 2006, Bearb. Andreas Schmidt, HLGL).
Bearbeitung
Indizes
Wappen
Siehe auch
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Johann Faust 1609, Hersfeld“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2291_johann-faust-1609-hersfeld> (aufgerufen am 02.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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