Hermann I. von Baumbach 1592, Nentershausen

Abb. 172: Hermann I. von Baumbach 1592, Nentershausen – Nr. 229
Standort
Gebäude / Areal
Nentershausen, Evangelische Kirche.
Heutiger Aufbewahrungsort
Angaben zum Aufbewahrungsort
Das Denkmal aus gelbgrauem Sandstein ist heute innen in die Nordwand des Langhauses eingelassen.
Merkmale
Datierung
1592
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
96 x 194 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
3,2 cm
Beschreibung
Epitaph Hermanns I. von Baumbach. Das Denkmal aus gelbgrauem Sandstein ist heute innen in die Nordwand des Langhauses eingelassen. Die in erhabenen Buchstaben ausgeführte Inschrift läuft in einer eingetieften Leiste auf dem erhöhten Rand um. Unter einem auf schlanken Säulen ruhenden Bogen steht im Feld ein vollgerüsteter Ritter ohne Helm, dessen Arme am Körper liegen, während die linke Hand den Griff des Schwertes umfaßt. Der Helm ist neben seinem linken Knie dargestellt. In den Ecken sind vier Vollwappen angebracht, von denen die unteren beiden bis auf die Helmzierden zerstört sind. Hier ist wie auf dem gleichartigen Stein der Ehefrau (folgende Nr.) auf den besonderen Umstand hinzuweisen, daß die unteren Helmzierden wegen des tiefen Reliefs vor allem links auf einen schildartigen Hintergrund aufgelegt sind. Die Helmzierden der oberen beiden ragen in die Schriftleiste hinein. Figur und Wappen zeigen Reste einer Farbfassung. Die untere Leiste sowie die untere Ecke der linken Leiste sind zerstört, wodurch Textverlust eingetreten ist. Als Worttrenner dienen Quadrangel.
Die Ausführung der Inschrift in erhabenen Buchstaben, das A mit beidseitig oder weit nach links überstehendem Deckbalken, das spitzovale O sowie der gesamte Duktus der Inschrift und die gleichartige Konzeption der Denkmäler lassen erkennen, daß die Epitaphien für Hermann und seine Frau Elisabeth geb. von Nauendorf (folgende Nr.) aus der gleichen Werkstatt stammen.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Baumbach Nauendorf
Weitershausen
Dargestellte Personen
Hermann wurde 1517 als jüngster Sohn aus der zweiten Ehe Erasmus’ II. von Baumbach mit Ottilie von Weitershausen geboren. Er heiratete 1561 Elisabeth von Nauendorf (folgende Nr.). Hermann stand zunächst als Offizier in Diensten der Grafen zu Isenburg und dann der Grafen von Sonnenberg. Später diente er unter Landgraf Philipp von Hessen und wurde schließlich im Dienste der Familie Schönberg zu Glauchau zunächst deren Forst- und Jägermeister und 1567 ihr Amtmann zu Rotenburg an der Saale.4)
Rotenburg an der Saale.4)
Nach der Identifizierungshypothese des linken unteren Wappens weichen die beiden eng verwandten Denkmäler des Ehepaares in eigentümlicher Weise von der Norm ab. Demnach stehen hier links die beiden Wappen der Eltern Hermanns und rechts die der Eltern seiner Ehefrau, wobei das der Mutter noch nicht identifiziert ist. Beim Denkmal für Elisabeth von Nauendorf ist die Konstellation der Wappen noch weiter vom Standard entfernt.
Inschrift
Umschrift
AN//NO// 1 ◦ 5 ◦ 92 ◦ DEN ◦ 2 ◦ IVNII ◦ IST ◦ // D//ER / EDLE ◦ VND ◦
EHRENVESTE ◦ HERMAN ◦ VON ◦ BAVMBACH / [– – – / – – –] IAR ◦
DEM ◦ GOTT ◦ GENADE ◦ AMEN
Schrift
Indizes
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Standort)
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Jüdische Friedhöfe
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Historisches Ortslexikon
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hermann I. von Baumbach 1592, Nentershausen“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2276_hermann-i-von-baumbach-1592-nentershausen> (aufgerufen am 02.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/2276