Unbekannter Ritter 3. Viertel 13. Jahrhundert, Hersfeld

Abb. 21: Unbekannter Ritter 3. Viertel 13. Jahrhundert, Hersfeld – Nr. 27
Standort
Gebäude / Areal
Bad Hersfeld, Stiftsruine.
Angaben zum Standort
Zwei der Fragmente aus rotem Sandstein sind auf der Südseite der Stiftsruine in eine Umfassungsmauer eingelassen.
Heutiger Aufbewahrungsort
Angaben zum Aufbewahrungsort
Zwei der Fragmente aus rotem Sandstein sind auf der Südseite der Stiftsruine in eine Umfassungsmauer eingelassen. Das dritte wird in Halle 8022 des Bauhofs gelagert.
Merkmale
Datierung
3. Viertel 13. Jahrhundert
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
96 cm (B)
Größe der Buchstaben
5,5 cm
Beschreibung
Drei Fragmente der Grabplatte eines unbekannten Ritters. Die Inschrift läuft auf dem Rand zwischen Linien um; die untere Leiste enthielt wohl keinen Text. Als Worttrenner dienen halbkugelig vertiefte Punkte.
Hexameter oder elegisches Distichon, leoninisch zweisilbig gereimt.
Das trapezförmige A besitzt einen nach beiden Seiten überstehenden Deckbalken und einen gebrochenen Mittelbalken. Während das unziale E stets durch einen Abschlußstrich geschlossen ist, besitzt das kapitale E in PIE keinen Abschlußstrich. Das M ist als unziales symmetrisches M gebildet und durch einen Abschlußstrich geschlossen. Im übrigen weisen die Buchstaben noch keine Abschließungstendenzen auf. Während die Bögen schon leichte Schwellungen besitzen, fehlen die keilförmigen Schaftverbreiterungen.2) Diese Merkmale weisen auf eine Entstehung der Inschrift in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts hin.
Die Fragmente lassen einen Rückschluß auf den ursprünglichen Textverlauf zu, weshalb der Text nicht in der heute sichtbaren Abfolge ediert wurde. Es handelt sich möglicherweise um eine Inschrift in einem elegischen Distichon, von dem sich aber nur der erste Vers, der Hexameter, rekonstruieren läßt; ein Name wie HERIBERTI würde den Anforderungen genügen. Demgegenüber sind die metrische Struktur des zweiten Verses und seine Reime unklar.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Inschrift
Umschrift
+ HIC ◦ RECVBA(N)T ◦ / FOSSA ◦ H(ER)I[– – – ] ◦ MILIT[IS] OSSA1) ◦
DE[… / …] FEST[– – –]I ◦ PIE ◦ DEC[.]S◦Q(VE) ◦ GALLI ◦
Übersetzung
Hier ruhen begraben die Gebeine des Ritters (Heribert?) ….
Schrift
Nachweise
Fußnoten
- Vergleichbare Buchstabenformen zeigt etwa die Grabplatte des 1279 verstorbenen Konrad II. Schenk von Erbach, vgl. DI 63 (Odenwaldkreis) Nr. 6 mit Abb. 10 und 11. ↑
Bearbeitung
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Unbekannter Ritter 3. Viertel 13. Jahrhundert, Hersfeld“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2247_unbekannter-ritter-3-viertel-13-jahrhundert-hersfeld> (aufgerufen am 02.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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