Elisabeth von Schöneberg 1599, Eltville
Standort
Gebäude / Areal
Eltville, Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul
Heutiger Aufbewahrungsort
Beschreibung
Grabplatte (tumulus)
Grabinschrift (A), Bibelspruch (B). 1614 kopial überliefert, Wappen nicht mitgeteilt.1) Nach Helwich.
Insgesamt referiert die Inschrift in verkürzter Form den Text des großen Epitaphs. Die zu erwartende Fürbitte für den Seelenfrieden fehlt; stattdessen steht das leicht abgewandelte Zitat aus dem Brief des Paulus an die Philipper.2)
2) Phil. 1,21. Vgl. lateinische und deutschsprachige Beispiele in DI 34 (Lkr. Bad Kreuznach) Nrr. 391, 470, 543, 586, dort aber vorwiegend bei protestantischen Grabinschriften.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Schöneberg (vor dem Sane).
Dargestellte Personen
Elisabeth von Schöneberg (vor dem Sane).
Die Verstorbene entstammte der bereits Ende des 12. Jahrhunderts bezeugten Familie der Schöneberg vor dem Sane mit Sitz im heutigen Schöneberg bei Stromberg.3) Sie war die Tochter des Trierer Amtmannes Johann von Schöneberg, Herr zu Hartelstein und Ulmen und der Clara von Braunsberg.4) Elisabeths Ehemann Johann Georg von Bicken (Nr. 551) war ab 1575 bis 1608 Rheingauer Viztum.5)
3) Vgl. die Nachweise einzelner Familienmitglieder in DI 34 (Lkr. Bad Kreuznach) Nrr. 286, 323, 402, 403; vgl. zum Kantor, Dekan und Kustos am Wormser Dom, Wilhelm von Schöneberg (+ 1571) und seinem 1590 errichteten Epitaphaltar DI 29 (Worms) Nr. 543.
4) Humbracht Taf. 211.
5) Witte 230 Nr. 56.
Inschrift
Umschrift
A Elisabethae a Schonbergk pudicitia prudentia venustate atque moribus insigni vxori charissimae nobilis ac strenuus Johannes Georgius a Bicken dominus in Hain vicedominus Ringauiaensis maritus maestissimus posuit obiit xxi octobris anno mdxcix.
B Mihi viuere Christus est et mori luerum.
Übersetzung
Der durch ihre Sittsamkeit, Klugheit, Anmut und Sitten ausgezeichneten Elisabeth von Schöneberg, seiner liebsten Gattin, hat der edle und gestrenge Johannes Georg von Bicken, Herr zu Hain, Viztum des Rheingaus, ihr Ehemann, tiefbetrübt (dieses Denkmal) gesetzt. Sie starb am 21. Oktober 1599 (A). - Christus ist mein Leben und zu sterben mein Gewinn (B).
Nachweise
Literatur
- Helwich, Syntagma 246
- Zaun, Landkapitel 41
- Roth, Geschichtsquellen III 240.
Bearbeitung
Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 422, Nr. 523.
Indizes
Sachbegriffe
Wappen
Siehe auch
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Elisabeth von Schöneberg 1599, Eltville“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2047_elisabeth-von-schoeneberg-1599-eltville> (aufgerufen am 06.11.2026)
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