Raymund Graf 1572, Idstein

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Ortsname
Idstein
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Idstein, Unionskirche

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

21. März 1572

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Beschreibung

Runde Messingtafel, in der Mitte das erhabene Wappen des Verstorbenen, auf dem Rand umlaufende, doppelzeilige, von zwei Rundstegen eingefaßte Inschrift mit Beginn oben in der Mitte. Bis auf eine kleine Fehlstelle in der äußeren Schriftleiste unten gut erhalten.
Dm. 37, Bu. 1,5-2 cm.
Der im Bearbeitungsgebiet singuläre Inschriftenträger gehört zu den etwa auf Nürnberger Friedhöfen weit verbreiteten Metallmedaillons mit Wappen und Umschrift, die in der Regel auf Steinplatten als Gruftabdeckung angebracht wurden. Zunächst nur mit einfachem flatterndem Spruchband versehen, wurden diese Rundtafeln später nach der Art des Totenschildes mit umlaufender, gelegentlich auch zweizeiliger Inschrift versehen.1)
1) Vgl. DI 13 (Nürnberg) XVII und Nr. 586 m. Abb. 62.

Enthaltene Wappen

Graf (geteilt mit drei aneinander und am Schildrand anstoßenden Rauten balkenweise wohl in verwechselten Farben).

Dargestellte Personen

Dr. jur. Raymund Graf.
Um 1533 wurde Raymund Graf2) als Sohn des Säckler-Zunftmeisters, Ratsherren und Bürgermeisters zu Nördlingen Wolf gang Graf und dessen erster Ehefrau Clara Zeitreg geboren. 1551 war er Student in Marburg; ab 1561-1571 ist er als Nassau-Idsteinischer Rat nachweisbar. Sein Bruder Johann war Nassau-Saarbrückischer und Nassau-Weilburgischer Rat. Nachkommen des Raymund Graf sind nicht bekannt.3)
2) Personennachweis als frdl. Hinweise von Herrn Dr. Karl Heinz Schmidt, Idstein, auch zum folgenden.
3) Sein Bruder führte die Familie fort; etliche Nachkommen standen gleichfalls in nassauischen Diensten.

Inschrift

Umschrift

Anno Salutis .1572. Freitags nach Letari zwischen 10. vnnd 11. Vhrn na[ch]mittag Verschied in Gott seligelichen der Ehrnuest vnd // Hochgelert Raymondus Graue der Rechten Doctor Nassaw Itzstain vnd Wiszbadischer rathe der Seelen Gott gnade ame(n).

Schrift

Nachweise

Bearbeitung

Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 394, Nr. 483.

Indizes

Sachbegriffe

Wappen

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Raymund Graf 1572, Idstein“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2025_raymund-graf-1572-idstein> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/2025