Graf Philipp von Nassau-Wiesbaden-Idstein 1509, Idstein
Standort
Gebäude / Areal
Idstein, Unionskirche
Angaben zum Standort
In der Sebastianskapelle.
Heutiger Aufbewahrungsort
Beschreibung
Vier Wappen, sonstige Ausführung des 1615 kopial überlieferten Inschriftenträgers unbekannt.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Nassau-Wiesbaden-Idstein, Baden; Nassau-Dillenburg, Wassenaer.2)
2) Helwich hat als Identifizierung domina Bredae zu einem Wappen mit drei 2:1 gestellten Halbmonden, das entspricht dem Wappen Wassenaer, s. Siebmacher V Taf. 392.
Dargestellte Personen
Graf Philipp von Nassau-Wiesbaden-Idstein.
Graf Philipp entstammte der 1437 geschlossenen Ehe des Grafen Johann II. mit Maria von Nassau-Dillenburg und wurde 1450 geboren.3) Im Alter von zwanzig Jahren verheiratete er sich mit Margarethe, der erst vierzehnjährigen Tochter Ludwigs I. von Pfalz-Zweibrücken und Veldenz.4) Ihre Ehe blieb kinderlos.5) Philipp von Nassau residierte auf Burg Idstein und übernahm 1480 nach dem Tod des Vaters gemeinsam mit seinem in Wiesbaden lebenden Bruder Adolf die Regierung. Warum Dors das Epitaph, das Helwich wenige Jahre vor ihm sah, nicht abzeichnete, ist unbekannt.
3) Europ. Stammtafeln NF I Taf. 109.
4) Ebd. In dem Epitaphienbuch von Dors, der Philipps Grabplatte (?) nicht überlieferte, wird von fremder Hand die Grabplatte einer unbekannten Gräfin von Sayn falsch als diejenige von Philipps Ehefrau bezeichnet, vgl. Dors, Genealogia 179 f. Noch Hagelgans meinte, Graf Philipp sei mit Margaretha von Pfalz-Zweibrücken nur verlobt gewesen, s. Hagelgans 36.
5) Die Linie wurde von Philipps Bruder Adolf III. mit seinen fünf Kindern aus der Ehe mit Margarethe Gräfin von Hanau fortgesetzt. Das Ehepaar wurde in der Wiesbadener Mauritiuskirche bestattet. Beider Epitaphien nahm Dors in sein Epitaphienbuch auf, vgl. Dors, Genealogia 144-150 mit Abb. 49-52.
Inschrift
Umschrift
Anno domini m ccccc ix nona die mensis iunii obiit generosus dominus dominus Philippus comes in Nassaw dominus in Itstein cuius anima requiescat in pace.
Übersetzung
Im Jahre des Herrn 1509 am 9. Tag des Monats Juni starb der vornehme Herr Herr Philipp Graf in Nassau Herr in Idstein dessen Seele in Frieden ruhe.
Kommentar
Nach Helwich.
Nachweise
Literatur
- Helwich, Syntagma 421
- Struck, Stifte 416.
Bearbeitung
Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 290, Nr. 346.
Indizes
Siehe auch
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Graf Philipp von Nassau-Wiesbaden-Idstein 1509, Idstein“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1966_graf-philipp-von-nassau-wiesbaden-idstein-1509-idstein> (aufgerufen am 03.11.2026)
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