Konrad Breder von Hohenstein 1500 oder 1505, Kiedrich
Standort
Gebäude / Areal
Kiedrich, Kirchhofsmauer (aus Kath. Pfarrkirche St. Valentin)
Angaben zum Standort
Das Grab lag vor dem Katharinenaltar in der Pfarrkirche. Seit 1962 aus dem Kirchenraum entfernt und außen an der Kirchhofsmauer aufgestellt.
Heutiger Aufbewahrungsort
Merkmale
Datierung
1500 (11. September) oder 1505 (12. September)
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
200 cm (H)
Größe der Buchstaben
%; & cm
Beschreibung
Im Feld das Flachrelief des Ritters mit Langschwert und Dolch, zu Häupten zwei verwitterte Wappenschilde. Bis auf einen kleinen Restbefund auf der rechten Randleiste ist die ehemals umlaufende Grabinschrift verloren. Platte stark zerstört, Oberfläche abgewaschen.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Breder von Hohenstein; Brendel von Homburg? (ein Zickzackbalken).
Dargestellte Personen
Ritter Konrad Breder von Hohenstein.
Sowohl 1500 als auch 1505 kommen als Todesjahre in Frage. Leider fehlen Quellenbelege zur eindeutigen Klärung.
Konrad 2) dürfte ein Sohn des Rheingauer Unterviztums Konrad des Langen gewesen sein. Er siegelte am 26. Juni 1472 die Rentverschreibung des Grafen Philipp von Katzenelnbogen für dessen Schreiber Hartmann.3) In dem Anniversareintrag des Kiedricher Seelbuches zum 15. September eines nicht bezeichneten Jahres wird die Ehe Konrad Breders mit Elisabeth Brendel (von Homburg) genannt.4) Humbracht verzeichnete nur den Vornamen Elisabeth und als zweite Ehefrau Maria Fetzer von Geispitzheim; er nannte für den Verstorbenen fünf Kinder.5)
1) Staab nennt als Todesdatum den 8. September 1495.
2) Reg. Katz. Register zu Breder von Hohenstein nennt freilich nur Henne d.J. als Sohn des älteren Konrad.
3) Reg. Katz. II Nr. 5660.
4) Kiedricher Seelbuch ed. Roth, Geschichtsquellen III66 mit der Bestimmung, zum Anniversar zwei Seelenmessen zu lesen. Das Wappen zeigt den Brendelschen Balken; nach Möller, Stammtafeln AF III Taf. CV (Brendel von Homburg) findet sich keine Elisabeth, die mit einem Breder von Hohenstein verheiratet war. Humbracht Taf. 98 nennt nur den Vornamen der 1. Ehefrau.
5) Humbracht ebd.
Inschrift
Umschrift
[Anno domini xv<sup>c</sup> v fritag nach unser frawen geburt st]a[rb] conrat bre[der von hoenstein dem gott genadt]
Kommentar
Ergänzt nach Helwich.
Schrift
Nachweise
Literatur
- Helwich, Syntagma 265
- Zaun, Beschreibung 25
- Zaun, Kiedrich 118
- Roth, Geschichtsquellen III247
- Staab, Grablege 115 Nr. 36.
Bearbeitung
Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 285, Nr. 338.
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Standort)
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Historisches Ortslexikon
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Konrad Breder von Hohenstein 1500 oder 1505, Kiedrich“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1963_konrad-breder-von-hohenstein-1500-oder-1505-kiedrich> (aufgerufen am 01.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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