Nikolaus Berstadt 1458, Eltville

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Ortsname
Eltville
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Eltville, Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul

Angaben zum Standort

Ehemals am Hochaltar auf der Evangelienseite, heute an der Stirnwand des Langhauses unter der Westempore angebracht. Kleine, querrechteckige Platte aus rotem Sandstein mit eingetieftem Bildfeld, links reliefierte Segenshand über Kelch, daneben vierzeilige Inschrift zwischen Linien.

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

1458

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

88 x 35 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

3,5-4 cm

Beschreibung

Das als Tafel ausgeführte Epitaph stellt eines der wenigen Beispiele dieser Trägergattung mit mehrzeilig angeordneter Inschrift im Bearbeitungsgebiet dar. Ähnlich gestaltete Tafeln, mit entweder kleinformatiger figürlicher Darstellung des Klerikers oder wie hier mit Segenshand und Kelch, wurden vielfach in die Außenwände von Pfarrkirchen eingelassen, um die Memoria rangniederer Geistlicher in Kirchhofnähe festzuhalten.2)
2) Vgl. Beispiele in DI 23 (Oppenheim) Nrr. 74, 85, 109, 120.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Dargestellte Personen

Nikolaus Berstadt.
Zaun zufolge war Nikolaus Berstadt, dessen Herkunft und nähere Lebensumstände unbekannt sind, 1433 Altarist der Stadtkaplanei bzw. der außerhalb der Stadtmauer gelegenen, seit 1327 dotierten Nikolauskapelle.3) Mit erzbischöflicher Förderung erhielt der jeweilige Benefiziat der Kapelle Privilegien, die im Jahre 1433 bei der Übergabe des Patronatsrechtes durch den besonderen Gönner der Kapelle, Philipp Trudeion von Idstein, an den Rat von Eltville erweitert und schriftlich niedergelegt wurden.4)
3) Zur Nikolauskapelle s. Zaun, Landkapitel 48-54.
4) Ebd. 49 f.: Mit den in der Urkunde aufgelisteten Bedingungen erklärten sich u.a. Pfarrer Thilmann von Idstein, Altarist Nikolaus Berstadt und der Eltviller Schöffe Hamann Jussel d.Ä. einverstanden; der Dekan von St. Peter zu Mainz, Berthold von Sobernheim, genehmigte die Verhandlungen am 9. Juni 1439.

Inschrift

Umschrift

Anno d(omi)ni m° cccc Iviii xx° die me(n)s(is) / lulii obiit hv(mili)s d(omi)ne nicola(us) berstat / altarista hui(us) eccl(es)ie cui(us) a(n)i(m)a req(ui)/escant in pace ame(n) ·

Übersetzung

Im Jahre des Herrn 1458, am 20. Juli starb der demütige Herr Nikolaus Berstadt, Altarist dieser Kirche, dessen Seele in Frieden ruhe, Amen.

Schrift

Nachweise

Literatur

  • Würdtwein, Epitaphienbuch 368
  • Beitr. Gesch. Erzstift 31
  • Kdm. 139 Nr. 8.

Bearbeitung

Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 179, Nr. 214.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Nikolaus Berstadt 1458, Eltville“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1916_nikolaus-berstadt-1458-eltville> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/1916