Gottfried Meyer und eine Frau 1441 ? oder 1449, Rode

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Ortsname
Rode
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Rode, ehem. Kirche der Chorherren vom hl. Grab

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

1441 ? oder 1449

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Beschreibung

Die Grabplatte aus Sandstein lag unter der Kanzel, wurde später von der Kanzeltreppe teilweise verdeckt. Wohl 1803 zerstört.
Links war die Standfigur des mit Birett und langem Mantel bekleideten Stiftsritters abgebildet, rechts die Figur der Frau in langem Kleid und Schleier, in den Händen einen Rosenkranz; zusätzlich jeweils ein Wappen.1) Helwich gab nur die Grabinschrift des Stiftsherrn ohne Anzeichen einer zweiten Inschrift oder irgendwelcher Textunregelmäßigkeiten wieder. Die Abzeichnung in der Würdtweinschen Epitaphiensammlung plaziert seine Grabinschrift neben dem Bild der Frau. Der Textbeginn dürfte in der Mitte der unteren Leiste anzusetzen sein. Aussehen und Kürzungen nach Würdtweinsche Epitaphiensammlung, Text erg. nach Helwich.
Aus der Überlieferung ergibt sich folgende Hypothese für das Aussehen der Grabplatte: Die unten in der Mitte der Leiste beginnende Inschrift nennt entgegen der Aufzeichnung Helwichs den 13. August 1441 oder den 3. August 1449 als Todestag der Frau. Der Todestag des Stiftsherrn wurde zu dieser Angabe in Beziehung gesetzt.2) Eine ähnlich aussehende Doppelgrabplatte, die nicht für ein Ehepaar bestimmt war und deren eine Umschrift unten in der Mitte beginnt, findet sich auch 1464/65 in Kiedrich; dort wurde ebenfalls die Grabinschrift des Mannes auf der Seite der Frau angebracht.3) Über die Person des Stiftsherrn liegen keine Informationen vor, doch unterstreicht Helwichs erklärender Zusatz fuit sacerdos seinen geistlichen Stand.4) Bei der unbekannten Frau dürfte es sich um die Mutter oder Schwester gehandelt haben.
1) Heubach, Beiträge 53 zu Konrad Meyer: ein (...) Geistlicher, auf dessen linker Brust ein spanisches Kreuz. Eine kurze Beschreibung der Grabplatte findet sich nach einem Manuskript Schunks abgedruckt bei Roth, Geschichtsquellen IV 160: 2 Figuren (...) in langer Kleidung, rechts ein Mann mit gekräuseltem Haar, einen Kelch in der Hand, auf der linken Brust ein Doppelkreuz, zu Füßen einen Schild (...), die Frau nebenan hatte einen (...) Rosenkranz in der Hand, zu Füßen einen Schild (...). Roth nannte als Wappenbild zwei gekreuzte Hörner.
2) Ein ähnliches Verfahren findet sich zu 1437/1444 in Oppenheim, vgl. DI 23 (Oppenheim) Nr. 73.
3) Die verwechselte Zuordnung von Inschriften zu Figuren auch bei einem Rüdesheimer Grabmal in Gabsheim (Lkr. Alzey-Worms), vgl. Fuchs, Helwich 94 u. Abb. 13.
4) Zur Geschichte der Niederlassung der Stiftsritter vom hl. Grab in Rode vgl. Einleitung Kap. 2.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Gottfried Meyer (zwei gekreuzte Hämmer oder Hörner); ? (ein Fisch, ein Schlüssel).

Dargestellte Personen

Stiftsherr Gottfried Meyer und eine Frau, wohl eine (nahe) Verwandte.

Inschrift

Umschrift

+ Anno · [domini m cccc] xlix · ii[i die mensis augusti... ] im iar an(n)o e.a · ob(iit) · d(omi)n(u)s · gotfrid(us) · me[y]er · ord(in)is / d(o)m(ini)ci · sepulchri

Schrift

Nachweise

Literatur

  • Helwich, Syntagma 326
  • Würdtweinsche Epitaphiensammlung H. 20, Bl. 7
  • Roth, Geschichtsquellen III 237
  • Heubach, Beiträge 53
  • Meuer, Rode 3 f.

Bearbeitung

Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 169, Nr. 201.

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Gottfried Meyer und eine Frau 1441 ? oder 1449, Rode“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1906_gottfried-meyer-und-eine-frau-1441-oder-1449-rode> (aufgerufen am 01.11.2026)

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