Graf Johann IV. von Katzenelnbogen 1444, Eberbach

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Ortsname
Eberbach
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Eberbach, Klosterkirche

Angaben zum Standort

Sein Grab lag ursprünglich im Boden des Grafenchores. Die Platte wurde 1806 an die Mosburg nach Biebrich versetzt und kam 1936 wieder zurück nach Eberbach, wo sie an der Stirnwand des Nordquerhauses befestigt wurde (Plan K Nr. 10).

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

28. Oktober 1444

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

104 x 260 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

8 cm

Beschreibung

Schmale Steinplatte mit der reliefierten, auf zwei voneinander abgekehrten Löwen stehenden Ganzfigur des Grafen in voller Rüstung, mit geöffnetem Visier, die Sturmlanze in der rechten Hand, die Linke am Langschwert. Zu Häupten des Ritters Rest eines ehemals plastisch hervortretenden Maßwerkbaldachins. Die flankierenden Fialen sind durch die auf den oberen Ecken aufgelegten Wappen unterbrochen. Auf dem Rand der stark bestoßenen Platte dreiseitig umlaufende Grabinschrift ohne Linien. Durch die Verbringung an die Mosburg und Aufstellung im Freien erhebliche Schäden, vornehmlich im oberen Plattenbereich mit Verlust der Wappen und des Baldachins, in der unteren Zone mit Beeinträchtigung der Tierplastiken und der Grabinschrift. Schriftbeginn auf der rechten Leiste oben. Erg. nach Bär.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

zerstört (Katzenelnbogen); zerstört (Nassau).

Dargestellte Personen

Graf Johann IV. von Katzenelnbogen.
Graf Johann IV, Sohn des Grafen Diether VIII. und der Gräfin Elisabeth von Nassau,1) wurde vornehmlich durch die Eheabredung von 1383 zwischen seinem Vater und dem der Anna von Katzenelnbogen, einem Politikum ersten Ranges, bekannt, womit die seit 1260 bestehende Teilung der Katzenelnbogener Grafen in eine jüngere und eine ältere Linie aufgehoben wurde zugunsten einer weitreichenden Macht- und Herrschaftszunahme des nunmehr vereinten Hauses.2) Graf Johann IV. starb auf Burg Rheinfels.3)
1) Reg. Katz. 145 f.; Wenck u.a. nannten ihn Johann III., vgl. Wenck 507-526 zu seiner Person. Bei der Zuordnung des Grabmals zu dem Verstorbenen wurde noch von Kdm. und Dehio die Zuschreibung an Johannes III. GD Anna von Sponheim vorgenommen, während Demandt die Grabplatte richtig mit der Person Graf Johannes IV. korrelierte.
2) Ausführlicher hierzu Wenck, Hess. Landesgesch. I 507 Nr. 65; auch Demandt, Grafen 94; unter verschiedenen Gesichtspunkten ausgewertet bei Spieß, Familie passim.
3) Reg. Katz. II Nr. 4175,1.

Inschrift

Umschrift

Anno · domini · Millesimo · cccc° · xliiii° · in · die · Symoni(s) · et · Jude · Ap(osto)lorum / obiit [nobilis] · dom[icellus / loanne]s [c]o[m]es · in · kaczenelenboge(n) · c(uius) · a(n)i(m)a - req(ui)[esc]at · [in pace amen]

Schrift

Nachweise

Literatur

  • Helwich, Syntagma 156
  • Winkelmann, Hess. Chronic 1115 XIII
  • Anonymus ed. Roth, Geschichtsquellen III79
  • Bär, Epitaphiensammlung fol. l v
  • Würdtwein, Epitaphienbuch 234
  • Wenck, Hess. Landesgesch. I UB, Grabschriften 277 Nr. XXIV
  • Aufhebungsprotokoll 20 Nr. XV
  • Habel, Nachtrag 93
  • Roth, Geschichtsquellen III 256
  • Beitr. Gesch. Erzstift 27
  • Heubach, Plastik 48 f. (Abb.)
  • Reg. Katz. II Nr. 4175, 2
  • Kdm. 80 Nr. 6.

Bearbeitung

Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 164 f., Nr. 197.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Graf Johann IV. von Katzenelnbogen 1444, Eberbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1903_graf-johann-iv-von-katzenelnbogen-1444-eberbach> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/1903