Otto von Offenbach Ende 14. / Anfang 15. Jahrhundert ?, Eberbach
Standort
Angaben zum Standort
Das Grab lag auf der Evangelienseite des Kreuzaltars in der Nähe zum Grab des Heinrich Carmser (Nr. 312). Nach Anonymus.
Heutiger Aufbewahrungsort
Beschreibung
Name als Grabinschrift oder Rest einer verstümmelten Grabinschrift
Geschlecht, Alter, Familienstand
Dargestellte Personen
Otto von Offenbach.
In der von Pater Wendelin Erbach 1631 zusammengestellten Liste der Benefactores Monasterii Ebirbach sind Otto de Oenbach de Franckofordia et Lucardis vxor eius ohne Jahresangabe eingetragen.1) Sie stifteten 40 Gulden ewigen Zinses für den Michaelsaltar, ferner einen Kelch und andere Gerätschaften sowie sechs weitere Gulden für die Pitanz. Der Randnotiz ist zu entnehmen, daß das Ehepaar diese Stiftung für sein Anniversarium vornahm. Das Seelbuch verzeichnet Otto von Offenbach als Frankfurter Bürger mit seiner namentlich nicht bezeichneten Ehefrau zum 9. Mai, allerdings wird das Sterbejahr nicht genannt.2) Einen Anhaltspunkt gewinnt man allein durch die ungedruckte Urkunde des Klosters Engelthal vom Jahre 1395, in der der dortige Konvent die Seelgerätstiftung des Otto von Offenbach und seiner Frau Lukard in Höhe von 100 Gulden bestätigte, die im Unterlassungsfalle an das Kloster Eberbach fallen sollte.3) Zwar bleibt die zeitliche Einordnung des Eberbacher Sterbevermerks trotzdem unsicher, zumal die Stiftung in unmittelbarer Todesnähe ebenso möglich wäre wie zu einem deutlich früheren Zeitpunkt, doch weisen Stiftungsverhalten und Grabwahl eines Auswärtigen in Eberbach deutlich in das 15. Jahrhundert. Der Zusatz cum conittge sua dürfte nicht zur Grabinschrift gehört haben. Eher handelt es sich um einen Zusatz seitens des Gewährsmannes, der damit Textreste zusammenfaßte oder diese Information aus einer figürlichen Darstellung des Ehepaares bezog.
1) HStAW 1098 II 7, fol. 97.
2) Eberbacher Seelbuch ed. Roth, Geschichtsquellen III 31.
3) HStAW 22/1273 zu 1395 September 13.
Inschrift
Umschrift
Otto de Offenbach civis [... ]sis [. . . ]
Nachweise
Literatur
- Anonymus ed. Roth, Geschichtsquellen III 85.
Bearbeitung
Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 135, Nr. 155a.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Otto von Offenbach Ende 14. / Anfang 15. Jahrhundert ?, Eberbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1874_otto-von-offenbach-ende-14-anfang-15-jahrhundert-eberbach> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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