Gräfin Agnes von Katzenelnbogen 1399, Eberbach
Standort
Angaben zum Standort
Die Gräfin war vor dem Martinsaltar bestattet worden. Nach Winkelmann lag ihr Grabmal auf der Erden, vielleicht ein ? Wappen. Verlust des Inschriftenträgers nach 1803. Nach Bär.
Heutiger Aufbewahrungsort
Beschreibung
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
? (Katzenelnbogen?).
Dargestellte Personen
Gräfin Agnes von Katzenelnbogen.
Die Verstorbene war die Tochter des Grafen Gerhard VII. von Diez und der Gräfin Jutta von Nassau-Hadamar. Zwischen Ende 1367 und Anfang 1368 verehelichte sie sich mit Graf Eberhard V. von Katzenelnbogen.2) Der ausführliche Ehekontrakt wurde von Agnes' Bruder Gerhard am 12. November 1367 beurkundet.3) Da die Ehepartner im vierten Grade blutsverwandt waren, mußten sie beim Papst einen Dispens erwirken, der ihnen 1372 erteilt wurde.4) Ihrer Ehe entstammte als einziges Kind die Tochter Anna, die 1384 mit Graf Johann IV. von Katzenelnbogen die Ehe einging und nach ihrem Tode 1439 bei ihren Eltern in Eberbach beerdigt wurde. 1389 stiftete das Paar zu seinem Seelenheil, zu dem seiner Tochter Anna, aller Vorfahren sowie zweier verstorbener Diener und errichtete mit Genehmigung des Trierer Erzbischofs auf seiner Burg Schwalbach eine Kapelle mit Altar und Meßstiftung.5) Das Eberbacher Seelbuch weist keinen Eintrag zu Agnes von Katzenelnbogen auf. Das von Helwich, Bär, Würdtwein, Wenck und Winkelmann wiedergegebene Todesdatum nennt die 14. Kalenden des Dezember, während Demandt die 13. Kalenden angibt.6) Unbewiesen ist die von Wenck mitgeteilte Nachricht eines Amtsberichtes von 1718, wonach zufolge einer Notiz von 1624 Agnes von Diez im Klarissenkloster Bärbach7) bestattet worden sein soll, so daß sich in Eberbach lediglich ihr Kenotaph befunden hätte.8)
2) Reg. Katz. I 37.
3) Ebd. INr. 1362.
4) Ebd. Nr. 1488 zu 1372 Juli 1.
5) Ebd. Nr. 1879 zu 1389 April 23.
6) Ebd. Nr. 2170 zu 1399 November 19.
7) Rhein-Lahn-Kr., Gmde. Schönborn; das Kloster kurz vor 1339 erbaut, 1567 aufgehoben, heute Ruine, vgl. Dehio Rheinland-Pfalz (1984) 942.
8) Wenck, Hess. Landesgesch. I 493 f. mit Anm. n. Der umgekehrte Fall wäre auch denkbar.
Inschrift
Umschrift
+ Anno d(omi)ni millesimo ccc nonagesimo nono xiiii k(a)l(endas) decembr(is) o(biit) nobilis domicella Agnes de Katzenellenbogen cui(us) a(n)i(m)a requiescat in pace amen.
Nachweise
Literatur
- Helwich, Syntagma 155
- Winkelmann, Hess. Chronicl 115 Nr. VI
- Anonymus ed. Roth, Geschichtsquellen III 79
- Bär, Epitaphiensammlung fol. Iv
- Würdtwein, Epitaphienbuch 234
- Wenck, Hess. Landesgesch. I UB, Grabschriften 275 Nr. XVI
- HStAW 22/523,124
- Aufhebungsprotokoll 19 Nr. IX
- Roth, Geschichtsquellen III256
- Beitr. Gesch. Erzstift 26
- Reg. Katz. I Nr. 2170.
Bearbeitung
Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 126 f., Nr. 141.
Indizes
Sachbegriffe
Wappen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gräfin Agnes von Katzenelnbogen 1399, Eberbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1870_graefin-agnes-von-katzenelnbogen-1399-eberbach> (aufgerufen am 01.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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