Bechtolf Schetzel von Waldeck 1395, Eberbach
Standort
Angaben zum Standort
Das Grab ursprünglich vor dem Barbara-Altar.
Heutiger Aufbewahrungsort
Beschreibung
1614 erstmals überliefert, ein Wappen, sonstiges Aussehen des nach 1803 zerstörten Inschriftenträgers unbekannt. Nach Helwich.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Schetzel von Waldeck (Balken).
Dargestellte Personen
Ritter Bechtolf Schetzel von Waldeck.
Bei dem Verstorbenen handelt es sich um ein nicht näher zu bestimmendes Mitglied eines Zweiges der weitverbreiteten Familie, die sich nach der mainzischen Grenzburg Waldeck an der Wisper nannte. Urkundlich ist er ein Jahr vor seinem Tod belegt, als er für den Fall seines Todes über die Geldsumme von 1500 Gulden, die Eberbach von ihm besaß, nähere Verfügungen traf.1) Daß Bechtolf zum Kreise der Wohltäter Eberbachs gehörte, geht aus Wendelin Erbachs Liste der Benefactores Monasterii Ebir-bach hervor. Hier wird, mit dem Randvermerk anniversarium versehen, die Schenkung des Zehnten in Crumstadt2) verzeichnet, die ebenfalls Eingang ins Eberbacher Seelbuch unter dem Datum des 19. Dezember fand.3) Für diese Zehntübertragung übernahmen die Mönche die Verpflichtung zu einem detailliert beschriebenen Seelengedächtnis.4) Insgesamt vier Quittungen der Testamentsvollstrecker datieren nach dem März 1395,5) so daß die Überlieferung des Todestages gesichert erscheint.
1) HStAW 22/1260 zu 1394 März 31.
2) Lkr. Groß-Gerau, Gem. Riedstadt.
3) Erbach, Benefactores fol. 102v; Roth, Geschichtsquellen III 59.
4) [...] quod conventus de proventibus eiusdem decimae semper debeat consolari sextis feriis 4 temporum et in eisdem sextis feriis peragemus anniversarium ipsius cum pano sericeo et 4 candelis ardentibus secundum consuetudinem ordinis.
5) Urk. HStAW 22/1268, 1269, 1270, 1271.
Inschrift
Umschrift
+ Anno domini m° ccc° xcv° iii° nonas marcii obiit strenuus miles Bechtolfus Schetzel de Waldecke cuius anima requiescat in sancta pace amen.
Nachweise
Literatur
- Helwich, Syntagma 156
- Anonymus ed. Roth, Geschichtsquellen III 80
- Bär, Epitaphiensammlung fol. 2
- Würdtwein, Epitaphienbuch 236
- Roth, Geschichtsquellen III 256
- Beitr. Gesch. Erzstift 27.
Bearbeitung
Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 123, Nr. 137.
Indizes
Sachbegriffe
Wappen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bechtolf Schetzel von Waldeck 1395, Eberbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1867_bechtolf-schetzel-von-waldeck-1395-eberbach> (aufgerufen am 01.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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