Friedrich Specht von Bubenheim 1364, Tiefenthal

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Ortsname
Tiefenthal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Tiefenthal, Ehemalige Klosterkirche

Angaben zum Standort

Der Verstorbe war vermutlich im Chor oder vor einem Seitenaltar rechts in der Klosterkirche beigesetzt worden.

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

1364

Typ

Erhaltung

verloren

Beschreibung

Zwei Wappen, sonstige Gestaltung unbekannt.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Specht von Bubenheim; Rüdesheim? (unter Schildhaupt sechs Lilien, 3:2:1).
Specht von Bubenheim; Bubenheim, Specht von; Rüdesheim

Dargestellte Personen

Friedrich Specht von Bubenheim.
Der Verstorbene aus der Familie der Specht von Bubenheim war Mainzer Domherr von 1344 bis zu seinem Tod.1) Er war 1346-53 aktiv in die Auseinandersetzungen der Mainzer Stiftsfehde auf Seiten des Erzbischofs Heinrich von Virneburg verwickelt und wurde zur Aussöhnung mit der Stadt angehalten, wie aus der Urkunde vom 27. September 1348 hervorgeht.2) Als Zeuge ist Friedrich Specht von Bubenheim mehrfach belegt.3) Die Art seiner Beziehungen zu Tiefenthal, die zu seinem dortigen Begräbnis führten, ist bislang unerforscht.
1) Vgl. Joannis, Rer. Mog. II399; Kisky, Domkapitel 107; 120 Nr. 51; Hollmann 321 u. 449. Nach Humbracht Taf. 185 soll er bereits 1337 Mainzer Domherr gewesen sein, doch datiert nach Hollmann 449 Nr. 6a der erste sichere Beleg vom 20. Dezember 1344.
2) Urk.StMz II Nr. 1383.
3) So ist er 1347 Zeuge oder Siegler des Mainzer Erzbischofs, vgl. Hollmann 508; 1354 dessen Bürge, ebd. 510; 1356 erscheint er in einer Verhandlung über die Neuwahl des Abtes von Kloster Bleidenstadt, vgl. Urk.StMz II Nr. 1578 zu 1356 Dezember 8.

Inschrift

Umschrift

Anno domini m ccc Ixiiii xiii kalendas iunii obiit dominus Fridericus Specht canonicus ecclesiae Moguntinensis cuius anima requiescat in pace.

Übersetzung

Im Jahre des Herrn 1364, am 13. Tag vor den Kalenden des Juni (20. Mai) starb Herr Friedrich Specht, Kanoniker der Mainzer Kirche, dessen Seele in Frieden ruhe.

Kommentar

Nach Helwich.

Nachweise

Literatur

  • Helwich, Syntagma 328
  • Roth, Geschichtsquellen III 234

Bearbeitung

Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 90 f., Nr. 96.

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Friedrich Specht von Bubenheim 1364, Tiefenthal“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1833_friedrich-specht-von-bubenheim-1364-tiefenthal> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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