Katharina von Rüdesheim 1354, Eberbach

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Eberbach
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Angaben zum Standort

Ihr Grab lag ursprünglich vor dem Margarethenaltar. Nach mehreren Umsetzungen ist die Platte heute an der Westwand der Kirche aufgerichtet.

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

3. Februar 1354

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

110 x 228 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

6,5 cm

Beschreibung

Grabplatte mit der flachreliefierten Gestalt der Verstorbenen in langem Gewand, Schleier, Rise und Nuschenmantel unter gekehltem Spitzbogen mit dreiteiliger Maßwerkfüllung in den Zwickeln. Die Figur umfaßt ein Buch ihrer linken Hand, die rechte ruht auf der Brust. In den Plattenecken vier Wappenschilde, auf dem Rand umlaufende Grabinschrift zwischen Linien. Unten durch aufsteigende Feuchtigkeit und Salzausblühungen stark beschädigt mit Beeinträchtigung der Wappenbilder und Teilen der Inschrift. Linke Plattenseite in den 1930er Jahren anläßlich der letzten Restaurierung vollständig überarbeitet, aufgeputzt und die Inschrift wohl annähernd nach dem Originalbefund nachgetragen.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Rüdesheim (Flügelwappen), ? (steigender Löwe, mit Steinen? belegt); ? (steigender Löwe wie vor), Rüdesheim.

Dargestellte Personen

Katharina von Rüdesheim.
Über die persönlichen Lebensumstände der Verstorbenen ist zu wenig bekannt, als daß die Frage nach dem Zweck des hier verwendeten Attributs (eines Buches, Bibel ?) befriedigend geklärt werden könnte.
Katharina ruhte neben ihrem 1351 verstorbenen Ehemann, Ritter Tilmann von Rüdesheim. Helwich überliefert kein Wappen für Katharina, und auch der heutige Befund läßt infolge der Oberflächenzerstörung nicht erkennen, aus welcher Familie sie stammte. Sie soll eine von Bellersheim gewesen sein, was nach dem - allerdings nicht klar erkennbaren - Wappen eher fragwürdig erscheint.1)
1) Nach Oidtman, Die adeligen Geschlechter 270 mit Anm. 58; Humbracht Taf. 213 sieht sie in Verbindung mit denen von Schönenberg.

Inschrift

Umschrift

+ Anno · domini · / m° · ccc° · liiii° · iii · nonas februarii · o(biit) d(omi)na ka/[therin]a · collate/[ralis dylma(n)ni militis de Ruodensheym]

Kommentar

Ergänzt nach Helwich.

Schrift

Nachweise

Literatur

  • Helwich, Syntagma 163
  • Anonymus ed. Roth, Geschichtsquellen III 82
  • Bär, Epitaphiensammlung fol. 3
  • Würdtwein, Epitaphienbuch 238
  • Roth, Geschichtsquellen III 260
  • Beitr. Gesch. Erzstift 29
  • Monsees, Grabdenkmäler 113 Abb. 3
  • Dies., Totengedächtnis- und Bauinschriften Abb. 8.

Bearbeitung

Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 81 f., Nr. 84.

Indizes

Sachbegriffe

Wappen

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Katharina von Rüdesheim 1354, Eberbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1820_katharina-von-ruedesheim-1354-eberbach> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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