Hanzelin von Geroldstein 1332, Eberbach

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Ortsname
Eberbach
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Angaben zum Standort

Der Ritter wurde vor dem Matthias-und Gregorsaltar bestattet.1)
1) In Helwichs Manuskript mit der vorstehenden Grabinschrift heißt der Altar SS. Matthiae et Georgii, in der Altarliste ebd. 173 allerdings wohl korrigiert SS. Mathiae Apost. et Gregorii mart.(!), ebenso in dem Abdruck seiner Liste bei Rössel, Kirche 29 und als Gregorsaltar auch bei Sattler, Sanierung l, 274.

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

11. August 1332

Typ

Erhaltung

verloren

Beschreibung

1614 erstmals überliefert, wohl ein? Wappen, sonstige Ausführung unbekannt; Verlust nach 1803.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Geroldstein.

Dargestellte Personen

Ritter Hanzelin (Henzelin, Henzo) von Geroldstein.
Zu den Wispertalburgen zählten die aus dem 12. Jahrhundert stammende Burg Gerhartstein und die 1386 errichtete Burg Haneck, die beide den Herren von Gerhartstein, später Geroldstein, gehörten. Das bereits um 1200 nachgewiesene Rittergeschlecht von Gerhartstein stand seit 1262 in Diensten der Grafen von Katzenelnbogen, denen es seine ältere Burg 1321 öffnen und von den Grafen zu Lehen nehmen mußte.3)
Der Verstorbene tritt als Henzo von Geroldstein 1292 urkundlich auf, als Graf Eberhard von Katzenelnbogen ihn zum Burgmann erhielt.4) Seine Ehefrau war Elisabeth (Lisa) von Rüdesheim, die im gleichen Jahr verstarb und ihre letzte Ruhestätte im Zisterzienserinnenkloster Marienhausen fand, wo ihre Grabplatte erhalten blieb. Einen Tag vor seinem Tode machte Hanzelin vor Mainzer Richtern sein Testament, worin er von seinem Rüdesheimer Besitz zahlreiche Legate an Rheingauer Klöster zu einer Armenstiftung bestimmte. Als Testamentsvollstrecker wählte er Nikolaus von Scharfenstein, Friedrich von Vollrads, Simon Brömser von Rüdesheim und den jüngeren Konrad von Rüdesheim.5) Hanzelins Beisetzung begründete die Sepultur von sechs weiteren Familienmitgliedern in Eberbach.6)
3) Struck, Geroldstein 160.
4) Reg. Katz. I Nr. 339 zu 1292 September 22.
5) NUB I 3 Nr. 1977; erw. bei Bodmann l, 313 Anm. c; Regest Roth, Geschichtsquellen I Nr. 1029.
6) Vgl. Nrr. 88, 91, 109, 157, 227, 388.

Inschrift

Umschrift

+ Anno domini m ccc xxxii iii idus augusti obiit Hanzelinus miles dictus de Gerholtstein.

Kommentar

Nach Helwich.

Nachweise

Literatur

  • Helwich, Syntagma 159
  • Anonymus ed. Roth, Geschichtsquellen III 81
  • Bär, Epitaphiensammlung fol. 2
  • Würdtwein, Epitaphienbuch 236
  • Roth, Geschichtsquellen III 258
  • Beitr. Gesch. Erzstift 28.

Bearbeitung

Die Inschriften des Rheingau-Taunus-Kreises. Gesammelt und bearbeitet von Yvonne Monsees (Die Deutschen Inschriften 43), 1997, S. 53, Nr. 46.

Indizes

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hanzelin von Geroldstein 1332, Eberbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1791_hanzelin-von-geroldstein-1332-eberbach> (aufgerufen am 01.11.2026)

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