Johann Philipp Wentz 1617, Neunkirchen

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Neunkirchen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Neunkirchen, Evangelische Kirche

Angaben zum Standort

Die Platte aus grauem Sandstein ist heute außen an der Nordwand angebracht.

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

1617

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

111 x 76 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

6 (A), 3,5-4 (B, C) cm

Beschreibung

Durch die Zusammenfügung ist es im rechten Stück auf dem linken Rand und im linken Stück am rechten Rand zu Textverlust gekommen. Das Wappen ist über der Inschrift (B) angebracht und befand sich somit ursprünglich oben im Feld. Die rechte Seite des Denkmals zeigt erhebliche Abwitterungsspuren.
Die Platte war zerbrochen und ist falsch zusammengesetzt worden, indem der obere Teil rechts an den unteren Teil angefügt wurde. Inschrift (A) lief ursprünglich zwischen Linien auf dem Rand um. Verloren sind heute der linke Teil der oberen Leiste, der untere Teil der rechten Leiste, der rechte Ansatz der unteren Leiste sowie das obere Stück der linken Leiste. Das Bibelzitat (B) und die Stifterinschrift (C) waren ursprünglich untereinander im Feld angeordnet.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Johann Philipp Wentz2)#Sechsstrahliger Stern, darüber die Initialen I(OHANN) P(HILIPP) W(ENTZ)..

Dargestellte Personen

Pfarrer Johann Philipp Wentz.
Die Identifizierung des Verstorbenen ergibt sich aus den Initialen des Wappens sowie aus den noch erhaltenen letzten beiden Ziffern des Todesjahrs und der vollständigen Angabe des Todestages. Johann Philipp Wentz stammte aus Zwingenberg (Bergstraße) und wurde 1574 in Marburg immatrikuliert. Er war von 1584 bis 1593 Diakon in Arheilgen und von 1593 bis zu seinem Tod am 11. Dezember 1595 Pfarrer in Neunkirchen.3) In der Inschrift (C) fehlt der Nachname des Stifters. Der Vorname und das folgende SVVS könnten aber ein Hinweis darauf sein, daß ein gleichnamiger Sohn des Johann Philipp Wentz das Denkmal 1617 in Auftrag gab.

Inschrift

Umschrift

A -- [. . . 15]95 · DEN · / XI · TAG DECEM(BRIS) [ST]ARB DER [...]D[. . .] / [. . .] GEWESSENER · / PFARHER · ALHIER · DEM · GOTT · EIN FR[. . .]
B -- [SI]C ENIM · DEV[S / DIL]EXIT · MVND[VM / VT] FILIVM SVVM / [VNI]GENITVM · DARET · / [VT] OMNIS · QVI · CRED=/IT2 IN EVM NON3 [PEREAT] / SED HABEAT · VIT[AM] / AETERNAM · IOHA[. . .]1)
C -- IN MEMORIAM · EI[VS. . .] / IOAN(N)ES PHILIPP(VS) [....] / SV(VS) · HOC EPITAFI[VM] / FACIENDV(M) CVRAVIT / 16 · 17

Übersetzung

(B) Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde gehe, sondern das ewige Leben habe. - (C) Zum Andenken an ihn ... hat Johannes Philipp, sein ... dieses Epitaph machen lassen, 1617.

Schrift

Nachweise

Fußnoten

  1. Hassia sacra I 156, wo der Todestag allerdings mit dem 12. Dezember 1595 angegeben ist. ↑

Bearbeitung

Die Inschriften der Stadt Darmstadt und der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau. Gesammelt und bearbeitet von Sebastian Scholz (Die Deutschen Inschriften 49), 1999, S. 237 f., Nr. 339.

Indizes

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Johann Philipp Wentz 1617, Neunkirchen“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/118_johann-philipp-wentz-1617-neunkirchen> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/118