Friedrich Risner 1580, Hersfeld

Friedrich Risner 1580, Hersfeld
Standort
Gebäude / Areal
Bad Hersfeld, Stiftsruine.
Heutiger Aufbewahrungsort
Angaben zum Aufbewahrungsort
Die Platte wurde nach Wendelstädt zu Beginn der 1830er Jahre bei Abtragungen von Schutt im Bereich des Hauptschiffes gefunden. Heute ist sie an der Innenwand des Nebenchores des nördlichen Querschiffes aufgerichtet.
Merkmale
Datierung
15. September 1580
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
102 x 227 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
5-6 cm
Beschreibung
Dicke:maximal 30 cm.
Hochrechteckige Platte mit Umschrift (A) zwischen Linien. Im Feld stehender Engel in langem Gewand, eine von einer Kugelquaste beschwerte Rollwerkskartusche mit dem Leichentext (B) vor dem Betrachter ausspannend. Darunter das Risner'sche Wappen. In der rechten unteren Ecke des Feldes Signatur (C), die für den Bildhauer Valentin Hep (Heb) steht.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Enthaltene Wappen
Die Platte zeigt das redende Wappen der Risner, einen starken Ast ("Reis") und zwei Sechssterne (oberhalb und rechts).
Dargestellte Personen
Friedrich Risner war der gelehrte Schüler und Gehilfe des Mathematikprofessors an der Pariser Hochschule Petrus Ramus (vgl. Wendelstädt, S. 359).
Inschrift
Umschrift
ANNO · D(OMI)NI · 1 · 5 · 8 · 0 17 CAL:(ENDIS) OCTOB:(RIS) / PIE IN CHRISTO OBIIT CLARISS:(IMVS) VIR FRIDERICVS RISNER(VS) INSIGNIS ET PRAE / STANTISS:(IMVS) MATHEMATICVS / QVI HIC TERRAE MANDATVS SONITVM TVBAE EXPECTAT AETATIS SVAE 47:
B:
CONVERTERE ANIMA MEA IN /
REQVIEM TVAM QVIA /
D(OMI)N(V)S BENEFECIT TIBI /
PSALM: 114
C:
· V(ALENTIN) · H(EP) ·
Übersetzung
Im Jahre des Herrn 1580, an den 17. Kalenden des Oktober starb fromm in Christus der hochberühmte Mann Friedrich Risner, der ausgezeichnete und hervorragende Mathematiker. Hier der Erde anvertraut erwartet er den Schall der Posaune, seines Alters 47.
Kommentar
Umschrift beginnt oben links. Buchstabenhöhe der Inschriften unterschiedlich; bei Inschrift A 6 cm, bei B 5 cm und bei C 5,5 cm. Übersetzung von Inschrift A nach Hörle.
Schrift
Nachweise
Literatur
- Hörle, J.: Die Grabsteine im Stift aus dem 16. Jahrhundert und darüber. Alt-Hersfelder Inschriften 7. Folge, in: Die Stiftsruine 31 (1941), Nr. 6, S. 41-44, hier S. 41 f. mit Abb. auf S. 42
- Wendelstädt, Ed.: Bemerkenswerthe Grabsteine in der Ruine der Stiftskirche zu Hersfeld, in: Hessenland 2 (1888), S. 358-360, hier S. 359
Bearbeitung
Andreas Schmidt, ehemals HLGL
Indizes
Personen
Orte
Sachbegriffe
Wappen
Siehe auch
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Friedrich Risner 1580, Hersfeld“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1092_friedrich-risner-1580-hersfeld> (aufgerufen am 01.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/1092