Georg Keil 1577, Heinebach

Georg Keil 1577, Heinebach
Standort
Gebäude / Areal
Heinebach, Evangelische Kirche
Angaben zum Standort
Der Stein wurde beim Neubau der Evangelischen Kirche zu Heinebach 1730/36 außen in die Nordwand eingemauert worden und ist dadurch erhalten geblieben.
Heutiger Aufbewahrungsort
Merkmale
Datierung
1577
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
50.5 x 71 cm (B x H)
Beschreibung
Kreuz-Grabstein oder Kreuz-Epitaph.
"Das Denkmal ist zweigeteilt. Oben tritt ein Kreuz in erhabenem Relief stark hervor. Der plattenartige Hintergrund dieses Kreuzes trägt über dem Querbalken die Inschrift Anno und die Jahreszahl 1577." Das Kreuz trägt Inschrift (A), die große Tafel unter dem Kreuz die gereimte deutsche Inschrift (B) und die lateinische Inschrift (C ).
Für Azzola blieb unklar, "ob das Denkmal unterhalb der Schrifttafel über einen nur grob bearbeiteten Fuß verfügte, also ein Grab-Kreuzstein war, oder ein solcher Fuß fehlte, so dass es sich von Anbeginn an um ein kreuzverziertes Epitaph handelt."1)
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Dargestellte Personen
Georg Keil, Sohn des Kasseler Bürgers Balthasar Keil, gestorben 1577.
Inschrift
Umschrift
(A) GEORG[IVS] KEIL BÄLTH[ASARIS] KEIL
CIVIS CASSELL[ENSIS] FILIVS
IN CHRISTO OBDORMI=
VIT NO[VEMBRIS]
NICOLA[VS]
HENNING F
(B) JORG KEIL LIGT GEGEN DIESEM STEIN
VERWART SEINT HIE ALL SEIN GEBEIN
DERLEIB IM GRAB SANFT RVGEN MAG
BIS NAHET HERZV DER IVNGSTE TAG
ALS DEN WIRT LEIB VND SEEL ZVGLEICH
VEREINIGT SEIN I HIMMELREICH
DEN[N] CHRISTVS WARER MENSCH VND GOTT
ERLOST HAT SIE VON SVND VND TODT
VND GIBT DIE EWIG SEIGKEIT
DIE IORGEN KEIL IST AVCH BEREIT
(C ) HIC DANIEL SEXTVM RECVBANS HEN
NBVGVS IN ANNVM
EXPECTAT REDITVM MAXIME
CHRISTE TVVM
Übersetzung
(A) Georg Keil, Sohn des Balthasar Keil, Kasseler Bürger, ist in Christo am 3. November (1577) entschlafen.
(C ) Hier ruht Daniel Hennbugus und erwartet im 6. Jahr Deine Wiederkunft o größter Christus.
Schrift
Nachweise
Literatur
- Friedrich Karl Azzola, Ein Grab-Kreuzstein oder ein Kreuz-Epitaph von 1577 in der Nordwand der Kirche von Heinebach. In: Rund um den Alheimer. Beiträge zur Geschichte und Landeskunde des ehemaligen Kreises Rotenburg (Fulda) 27, 2006, S. 23-24.
Bearbeitung
Otto Volk, ehemals HLGL nach Friedrich Karl Azzola (wie oben).
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Standort)
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Historisches Ortslexikon
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Georg Keil 1577, Heinebach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/1060_georg-keil-1577-heinebach> (aufgerufen am 02.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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