Philipp Ludwig von Frankenstein 1602, Burg Frankenstein

Philipp Ludwig von Frankenstein 1602, Burg Frankenstein
Standort
Gebäude / Areal
Burg Frankenstein, Kapelle, aus Nieder-Beerbach, Evangelische Kirche
Angaben zum Standort
Das zweigeschossige Ädikula-Epitaph befand sich ursprünglich in der Kirche von Nieder-Beerbach und wurde 1851 auf die Burg Frankenstein gebracht.
Heutiger Aufbewahrungsort
Merkmale
Datierung
1602
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
220 x 470 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
5 cm
Beschreibung
Das Denkmal wurde 1996 restauriert, wobei Teile der rechten Seite ergänzt wurden. Die Inschriftentafel ist davon nicht betroffen.
Im Mittelfeld des Hauptgeschosses steht die fast vollplastische Figur des gerüsteten Ritters. Seine linke Hand ruht auf dem Schwertknauf, und der Helm liegt rechts neben seinen Füßen. Die Figur wird von je zwei korinthischen Säulen flankiert, die das Gebälk tragen. Das Bildfeld des Obergeschosses enthält ein Relief mit der Taufe des im Wasser knienden Christus durch Johannes. Das Kleid Christi wird von einem Engel zu seiner Rechten gehalten. Von oben links schaut Gottvater aus Wolken auf Christus herab, auf den aus der Mitte des Wolkenbandes der Heilige Geist herabkommt. In der Mitte des Sockels ist eine querrechteckige Kartusche angebracht. Auf ihr befinden sich in erhabenen Buchstaben die Grabinschrift (A) und darunter das Grabgedicht (B). Die Kartusche wird auf beiden Seiten von zwei Löwenköpfen flankiert.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Dargestellte Personen
Philipp Ludwig von Frankenstein. Philipp Ludwig war der einzige Sohn des Philipp Heinrich von Frankenstein und der Anna von Mosbach.2) Da er ohne Nachkommen starb, erlosch mit ihm die sogenannte Jüngere Linie der Frankensteiner. Für seine Bestattung in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) sorgte vermutlich seine Mutter, die 1603 noch lebte,3) während der Vater bereits vor 1585 gestorben war. Wahrscheinlich ließ sie auch das Epitaph in der Nieder-Beerbacher Kirche errichten.
Sonstiges
Distichon (B).
Inschrift
Umschrift
A -- Anno Domi[n]i [1]602 vff sambstag / den 19/293 Maÿ Fr[ü] Zwischen 3 vnd 4 · vhr4 / verschid in Got s[el]ig, der Edle · v(nd) · veste philips / Ludwig zu Francke[n]stein, seines alters 21 Iar / vnd wurde den [4/14]5 Iunÿ zu Moszbach6 in sein / Ruhbetlein gelegt7 d[es]en sehlen Gott gnade, vnd dem / leichnam ein fröliche v[r]stendt verleihe · Amen ·
B -- CONCIDIT ANTE DIEM [C]VI8 PAVCOS CO(N)TVLIT ANNOS
VITA · SED AETERNOS MORS DABIT AEQVA DIES ·
Übersetzung
Er, dem das Leben nur wenige Jahre beschied, starb vor der Zeit, aber der gleichmachende Tod wird ihm ewige Tage geben.
Schrift
Nachweise
Literatur
- Esselborn, Der Frankenstein 364 f.
Bearbeitung
Die Inschriften der Stadt Darmstadt und der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau. Gesammelt und bearbeitet von Sebastian Scholz (Die Deutschen Inschriften 49), 1999, S. 201 f., Nr. 299.
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Philipp Ludwig von Frankenstein 1602, Burg Frankenstein“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/105_philipp-ludwig-von-frankenstein-1602-burg-frankenstein> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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