Engelrod

Die Lage von Engelrod im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
11 km südwestlich von Lauterbach
Ersterwähnung
1287
Historische Namensformen
- Engelrodt (1287) [Joannis, Spicilegia, Nr. 9, S. 386]
- Engelnrode (1333) [Riedesel zu Eisenbach 2, Nr. 93]
- Engilnrade (1384) [Riedesel zu Eisenbach 2, Nr. 227]
- Engelrodt (1454) [Riedesel zu Eisenbach 2, Nr. 794]
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3518703, 5604857
UTM: 32 U 518621 5603055
WGS84: 50.579107° N, 9.263001° O
Statistik
Ortskennziffer
535012040
Flächennutzungsstatistik
- 1854 (Morgen): 4017, davon 922 Acker, 2024 Wiesen, 739 Wald
- 1961 (Hektar): 1004, davon 333 Wald (= 33.17 %)
Einwohnerstatistik
- 1961: 588, davon 549 evangelisch (= 93.37 %), 25 katholisch (= 4.25 %)
- 1970: 555
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Ulrichstein, Gericht Engelrod (Riedesel Freiherr zu Eisenbach) (zum Umfang des Gerichts s. Mittelpunktfunktion)
- 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Ulrichstein (zur Herrschaft Riedesel gehörig)
- 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Engelrod (zur Herrschaft Riedesel gehörig)
- 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Herbstein
- 1825: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Lauterbach (verlegt aus Herbstein)
- 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld
- 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach
- 1972: Vogelsbergkreis
Altkreis
Lauterbach
Gemeindeentwicklung
Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Lautertal eingegliedert.
Gericht
- 1806: Gericht Engelrod
- bis 1821: Patrimonialgericht Engelrod
- 1821: Landgericht Lauterbach
- 1853: Landgericht Herbstein
- 1879: Amtsgericht Herbstein
- 1968: Amtsgericht Lauterbach
Kirche und Religion
Ortskirchen
- (1138-1141): Pfarrei
- 1506: Sendort
Pfarrzugehörigkeit
Zur Pfarrei gehörten ursprünglich wahrscheinlich Allmenrod und vermutlich Fischborn.
Patronat
Die Patronatsrechte hatte ursprünglich Kloster Hersfeld inne, das sie im an die von Eisenbach ausgab. Seit 1439 kamen sie an die Riedesel von Eisenbach
Bekenntniswechsel
Bereits 1527 wirkte ein lutherischer Prädikant in Engelrod.
Erster evangelischer Pfarrer: Dietrich Alber 1529(?) bis nach 1536
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Archidiakonat St. Johann zu Mainz
Kultur
Schulen
um 1580 besteht eine Schule; Schulmeister: Sebastian Schnell 1584(?)-1590; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1902
Wirtschaft
Mittelpunktfunktion
1787 gehörten zum Gericht Engelrod die Orte Allmenrod, Blitzenrod, Dirlammen, Eichelhain, Eichenrod, Engelrod, Frischborn, Hörgenau, Hopfmannsfeld, Lanzenhain, Rebgeshain und Sickendorf.
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Engelrod, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/9816_engelrod> (aufgerufen am 07.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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