Steeden

Dorf · 120 m über NN  
Gemeinde
Runkel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

Steeden liegt 5 km nordöstlich von Limburg.

Lage und Verkehrslage

Der Ort liegt 2 km nordwestlich von Runkel an der L 3063 und der Lahn. Haltepunkt der Eisenbahnlinie Runkel/Dehrn – Mengerskirchen ("Kerkerbachbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.5.1886. Teilstrecke Dehrn - Kerkerbach am 1.5.1886 eröffnet, Teilstrecke Kerkerbach - Eschenau am 5.11.1887, Strecke ab hier bis Hintermeilingen am 17. 12. 1960 stillgelegt). Anschluss über den Bahnhof Kerkerbach an die Eisenbahnlinien Wetzlar – Nassau ("Lahntalbahn III") (Inbetriebnahme der Strecke 14.10.1862).

Ersterwähnung

821

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • in marcu villarum (821)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3438114, 5586865
UTM: 32 U 438064 5585070
WGS84: 50.414401° N, 8.128259° O

Statistik

Ortskennziffer

533013080

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 455, davon 264 Acker (= 58.02 %), 58 Wiesen (= 12.75 %), 90 Holzungen (= 19.78 %)
  • 1961 (Hektar): 455, davon 92 Wald (= 20.22 %)

Einwohnerstatistik

  • 1885: 645, davon 613 evangelisch (= 95.04 %), 32 katholisch (= 4.96 %)
  • 1961: 1223, davon 987 evangelisch (= 80.70 %), 224 katholisch (= 18.32 %)
  • 1970: 1452

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1787: Grafschaft (seit 1791 Fürstentum) zu Wied-Runkel, Amt oder Herrschaft Runkel
  • 1806: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Runkel, (Teil des Kirchspiels Runkel)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IV (Kreisamt Limburg)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Runkel
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
  • 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis

Oberlahnkreis

Gemeindeentwicklung

Am 1.12.1970 wurde Steeden im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil der Stadt Runkel eingegliedert.

Gericht

  • 1816: Amt Runkel
  • 1849: Justizamt Runkel
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Runkel
  • 1867: Amtsgericht Runkel
  • 1968: Amtsgericht Weilburg

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • Kleine romanische Kapelle wohl des 12. Jahrhunderts, die im Seelbuch II um 1400 vorkommt (aus einem Weingarten hinter der Kapelle zu St. und dem angrenzenden Acker wurde dem Stift Dietkirchen ein Ohm Weingülte vermacht; Struck, Nekrologium II des St. Lubentius-Stiftes zu Dietkirchen, S. 31 zum 3. März)
  • Nach der Taxa generalis, die im Grundstock dem 14. Jahrhundert angehört, wurde die Kapelle von der Kirche in Dehrn aus bedient (Fabricius, Taxa generalis, in: Trierisches Archiv 8 (1905), S. 40; Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 143f. Anm. 25)
  • Kirche in Steeden (Selbständige evangelisch-lutherischen Gemeinde, SELK), 1846 Gründung, 1849 geweiht

Pfarrzugehörigkeit

1352 Pfarrei Dietkirchen

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.
Reformierter Bekenntniswechsel

Kirchliche Mittelbehörden

Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Dietkirchen

Wirtschaft

Mühlen

1806 gehört 1 Mühle zu Steeden

Nachweise

Literatur

Weblinks

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Steeden, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8696_steeden> (aufgerufen am 05.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/8696