Selters

Die Lage von Selters im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
4 km nordöstlich von Weilburg
Lage und Verkehrslage
Am linken Ufer der Lahn über einer weiten Flussschleife
Ersterwähnung
1257
Vorbemerkung Historische Namensformen
Wegen der Häufung des Ortsnamens ist eine eindeutige Lokalisierung schwierig. Vgl. zur Identifizierung des Ortes „Selters“ in mittelalterlichen Urkunden Hellmuth Gensicke, Niederselters.
Historische Namensformen
- Selterse, in (1257) [Wenck, Hessische Landesgeschichte 2 Urkundenbuch Nr. 156, S. 182]
- Seltersse, zu (1317) [Struck, Quellen zur Geschichte der Klöster 2, S. 472 Nr. 1106]
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3449608, 5598099
UTM: 32 U 449554 5596300
WGS84: 50.516482° N, 8.288444° O
Statistik
Ortskennziffer
533010040
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 486, davon 170 Acker (= 34.98 %), 82 Wiesen (= 16.87 %), 200 Holzungen (= 41.15 %)
- 1961 (Hektar): 485, davon 197 Wald (= 40.62 %)
Einwohnerstatistik
- 1885: 236, davon 232 evangelisch (= 98.31 %), 4 katholisch (= 1.69 %)
- 1961: 338, davon 276 evangelisch (= 81.66 %), 61 katholisch (= 18.05 %)
- 1970: 381
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Grafschaft Nassau-Weilburg, Amt Weilburg
- 1806: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg, Kirchspiel Selters
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
- 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IV (Kreisamt Limburg)
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
- 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
- 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg
Altkreis
Oberlahnkreis
Gemeindeentwicklung
Am 1.7.1974 wurde Selters im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Löhnberg eingegliedert.
Gericht
- 1816: Amt Weilburg
- 1849: Justizamt Weilburg
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Weilburg
- 1867: Amtsgericht Weilburg
Besitz
Zehntverhältnisse
1257 verzichtet Eberbahrd von Merlau gegenüber Wittekind von Merenberg auf die Vogtei zu Betingen und Hausen für die Belehnung mit Zehnten zu Selters, Mezerheim und Allendorf.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1382: Kapelle
Pfarrzugehörigkeit
1382 Pfarrei Weilburg 1614 Errichtung einer Pfarrei
Patronat
Das Patronat hatte 1382 der Weilburger Pfarrer inne.
Bekenntniswechsel
Da Filial von Weilburg, Einführung der Reformation vermutlich ab 1526. Erster eigener Pfarrer: Johannes Boß 1614
Kirchliche Mittelbehörden
Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Archipresbyterat Wetzlar Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Dietkirchen
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
- An Lahn und Kallenbach
- Vogel, Beschreibung Nassau, S.806
- May, Territorialgeschichte des Oberlahnkreises, S.302-304
- Metzler, Ortsnamen, S. 91
- Denkmaltopographie Limburg-Weilburg 1, S. 449-454
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 206
- Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, in: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 10 (1870), online
Weblinks
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Selters, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8695_selters> (aufgerufen am 12.06.2026)
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