Heuchelheim

Die Lage von Heuchelheim im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
Heuchelheim liegt 14 km nordwestlich von Limburg.
Lage und Verkehrslage
Heuchelheim liegt 5 km nordöstlich von Hadamar an der B 54 und der L 3048.
Ersterwähnung
772
Historische Namensformen
- Vchilheim, in (772) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3170 = 3686dd]
- Huichelum (1616) (Kupferstichkarte von Nassau)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3433105, 5595871
UTM: 32 U 433057 5594073
WGS84: 50.494803° N, 8.056187° O
Statistik
Ortskennziffer
533005040
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 118, davon 77 Acker (= 65.25 %), 23 Wiesen (= 19.49 %), 3 Holzungen (= 2.54 %)
- 1961 (Hektar): 118, davon 3 Wald (= 2.54 %)
Einwohnerstatistik
- 1679: 5 Familien
- 1834: 130 Einw.
- 1840: 133 Einw.
- 1846: 155 Einw.
- 1852: 162 Einw.
- 1858: 191 Einw.
- 1864: 188 Einw.
- 1871: 177 Einw.
- 1875: 181 Einw.
- 1885: 184, davon 1 evangelisch (= 0.54 %), 183 katholisch (= 99.46 %)
- 1895: 185 Einw.
- 1905: 185 Einw.
- 1910: 194 Einw.
- 1925: 219 Einw.
- 1939: 166 Einw.
- 1946: 223 Einw.
- 1950: 222 Einw.
- 1956: 217 Einw.
- 1961: 202, davon 3 evangelisch (= 1.49 %), 194 katholisch (= 96.04 %)
- 1967: 208 Einw.
- 1970: 208 Einw.
- 1987: 235 Einw.
- 1991: 274 Einw.
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Früh- und Hochmittelalter: Zent Bleseberg (Frickhofen) bzw. die Vier Zehnten (Elsoff, Frickhofen, Lahr und Niederzeuzheim)
- 772: Lahngau (in pago Logenehe)
- 1787: Fürst zu Nassau-Diez, Dillenburg, Hadamar und Siegen (Nassau-Oranien), Fürstentum Hadamar, Amt Hadamar
- 1806-1813: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Hadamar, Amt Hadamar
- 1816: Herzogtum Nassau, Amt Hadamar
- 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IV (Kreisamt Limburg)
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
- 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis Limburg
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Limburg
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Limburg
- 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Limburg
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg
Altkreis
Limburg
Gemeindeentwicklung
Zum 1.2.1971 als Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Elbtal eingegliedert.
Gericht
- Im Früh- und Hochmittelalter zur Herrschaft Ellar gehörig.
- 1743 zum Amt Hadamar gehörig.
- 1885 zum Amts- und Landgericht Limburg a. d. Lahn gehörig.
- 1816: Amt Hadamar
- 1849: Justizamt Hadamar
- 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Hadamar
- 1867: Amtsgericht Hadamar
Herrschaft
- Im Früh- und Hochmittelalter: Herrschaft Ellar
- Bis 1137: Grafschaft Diez
- Von 1337 bis 1362: Grafschaft Nassau-Hadamar
- 1362-1367: wieder Grafschaft Diez
- 1367-1405: als Teil der Vier Zehnten (Elsoff, Frickhofen, Lahr und Niederzeuzheim) Teil der Grafschaft Katzenelnbogen
- 1405-1479: befinden sich die Vier Zehnten zu 1/3 im Besitz von Nassau-Dillenburg und 2/3 im Besitz der Grafschaft Katzenelnbogen
- 1479-1534: gehören die Zehnten 2/3 der Landgrafschaft Hessen und 1/3 den Grafen von Nassau-Dillenburg
- 1534-1557: besitzen die Landgrafschaft Hessen, die Grafen von Nassau-Dillenburg und Kurtrier je 1/3 der Vier Zehnten
- 1557-1606: im alleinigen Besitz der Grafen von Sayn
- 1606-1650: Grafschaft Nassau-Hadamar
- 1650-1711: Fürstentum Nassau-Hadamar
- 1717-1743: Fürstentum Nassau-Siegen
- 1743-1806: Grafschaft Nassau-Diez als Teil des Fürstentums Nassau-Oranien
- 1806-1813: Großherzogtums Berg
- 1813-1815: Nassau-Oranien
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 772 schenkte die Edelfrau Rachilt ihre Besitzungen zu Heuchelheim dem Kloster Lorsch.
- 1272 erwirbt das Kloster Marienstatt einen Hof von Jutta von Derse.
- 1320 hatte das Kloster Eberbach Besitz in Heuchelheim.
Ortsadel
1423 lässt sich eine Adelsfamilie von "Huchilheim" nachweisen.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1811: Kapelle.
- Nach 1945: Instandsetzung und Anbau der Rückfront
Patrozinien
- Valentinus
Pfarrzugehörigkeit
1590 zur Pfarrei Niederzeuzheim gehörig. Am 01.11.1896 wurde die Pfarrvikarie Dorchheim eingerichtet. Die Vikarie bestand aus Dorchheim, Waldmannshausen und Mühlbach, welche vorher dem Kirchspiel Frickhofen angehört hatten sowie Heuchelheim und Hangenmeilingen, welche vorher dem Kirchspiel Niederzeuzheim angehört hatten. Am 01.10.1944 wurde die Pfarrei Dorchheim eingerichtet, welche die Orte Dorchheim, Elbgrund, Hangenmeilingen und Heuchelheim umfasste.
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation in der Grafschaft Nassau-Dillenburg ab 1533
Reformierter Bekenntniswechsel: um 1575
Katholischer Bekenntniswechsel in Nassau-Hadamar: ab 1629
Kirchliche Mittelbehörden
Seit 1200 Zum Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Dietkirchen gehörig Seit 1743 zum Landkapitel Hadamar gehörig. Seit 1827 dem Bistum Limburg zugehörig Bis 1896 zum Kirchspiel Niederzeuzheim gehörig
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Mühlen
1806 gehören 6 Mühlen zu Heuchelheim.
Nachweise
Literatur
- Gensicke, Lahngebiet, S. 510
- Vogel, Beschreibung Nassau, S. 759f.
- Denkmaltopographie Limburg-Weilburg 1, S. 223f.
- Pick, Elbtal
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 149
- Weidenbach, Nassauische Territorien vom Besitzstande unmittelbar vor der französischen Revolution bis 1866, in: Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung 10 (1870), online
- Die evangelische Kirche in Nassau-Oranien 1530-1930
- Schindling/Ziegler, Territorien des Reichs im Zeitalter der Reformation, S. 234ff.
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heuchelheim, Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8540_heuchelheim> (aufgerufen am 07.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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