Artzbach

Die Lage von Artzbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
3,5 km östlich Marburg
Lage und Verkehrslage
Wahrscheinlich am Rande der Lahnberge zwischen zwei Bachläufen unterhalb des Eulerberges. Flurnamen: in der Artzbach, am Artzbacher Wege, die Artzbacher Teiche, am Fronhöffer, Fronhöffer Wiesen, Fronhöffer Weg
Ersterwähnung
1237
Letzterwähnung
Anfang 15. Jahrhundert
Siedlungsentwicklung
Wüst Anfang des 15. Jahrhunderts. Feldmark von Bauerbach und Seelheim aus bebaut
Historische Namensformen
- Atisbach, de (1237) [Regesten zur Geschichte der Mainzer Erzbischöfe 2, XXXIII (Siegfried III.), S. 248, Nr. 271; Gudenus, Codex diplomaticus sive anecdotorum 1, S. 544-546, Nr. 221; vgl. auch Diefenbach, Kreis Marburg S. 39, Anm. 58]
- Aspach (um 1249) [Erhard, Heberolle S. 47]
- Asbach (1270)
- Haspac (1305)
- Aczpach (1459)
- Artzbach (1736)
- Artzebach (1747)
- Atzbach [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]
Bezeichnung der Siedlung
- villa 1270 [Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 1, Nr. 257]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3488020, 5630000
UTM: 32 U 487950 5628188
WGS84: 50.805301° N, 8.828994° O
Statistik
Ortskennziffer
53401404001
Frühere Ortskennziffer
53401434201
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1296 Zubehör der fuldischen Vogtei und des Gerichts (Groß-)Seelheim
Altkreis
Marburg
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1270 haben die von Seelheim einen Hof mit ausgedehntem Waldbesitz in Artzbach.
- 1283 trägt der Ritter Gerhard gen. Lützelkolbe dem Stift Wetter 3 Morgen Ackerland zu Lehen auf.
- 1296 verkauf die von Bicken Güterbesitz.
- 1305 erwirbt der Deutsche Orden Marburg von den Hobeherren Einkünfte aus Güterbesitz. 1307 Hörige der Hobeherren. 1318 schenkt die Begine Immicha von Raustein dem Deutschen Orden ihren Güterbesitz (1334 als Hof bezeichnet). 1358 verfügt der Deutsche Orden über 2 Hufen in Artzbach.
Zehntverhältnisse
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Marburg, S. 20
- Müller, Kurmainzisch Land. Nachdruck, S. 66 f.
- A. Schneider. In: Nau, Schröcker Chronik S. 54.
- Kern, Amöneburger Becken S. 95 f.
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Artzbach, Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8296_artzbach> (aufgerufen am 30.10.2026)
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