Hessenwalt

Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
12 km nordöstlich von Dillenburg
Ersterwähnung
1325
Siedlungsentwicklung
Zu Beginn der so genannten 2. Dernbacher Fehde um 1325 von den Landgrafen errichtete Höhenburg oberhalb der alten Siegener Straße. Der Hessenwalt sollte sowohl als strategische Rückendeckung des eingesessenen Adels gegen Nassau dienen als auch zur Sicherung des landgräflichen Einflusses über den Breidenbacher Grund. Nach den überlieferten Baukosten (1.200.000 Schilde Tournosen) muss es sich um eine relativ stattliche Burganlage gehandelt haben, die allerdings schon 1327/28 von den nassauischen Grafen zerstört wurde; seit dem 15. Jahrhundert verfallen. Von der ehemaligen Burganlage sind noch Teile der Fundamentmauern, 1 Torpfeiler, 1 Treppe, der tiefe Halsgraben und die Wasserstelle vorhanden
Historische Namensformen
- Hessinwalt (1377) (Landau, Rittergesellschaften, S. 177)
- Hessenwalt (Ende 15. Jahrhundert)
- Hessenwaldt (1563)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3455435, 5633827
UTM: 32 U 455378 5632014
WGS84: 50.83811° N, 8.36629° O
Statistik
Ortskennziffer
53200904003
Verfassung
Altkreis
Biedenkopf
Nachweise
Literatur
- Nebe S. 46 ff. O. Renkhoff, Die Burg Hessenwalt. In: Heimatblätter zur Pflege und Förderung des Heimatgedankens, Beilage zur Dill-Zeitung (Dillenburg) 1931, Nr. 1. A. Wagner, Die Burg Hessenwalt bei Roth. In: Hinterländer Geschichtsblätter 59 (l980) Nr. 1
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hessenwalt, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8062_hessenwalt> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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