Wilsbach

Die Lage von Wilsbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
16 km nördlich von Wetzlar
Lage und Verkehrslage
Geschlossenes Dorf mit regelhaften Grundrissmerkmalen beiderseits des Wilsbaches. Kirche am Ost-Rand der Siedlung auf der Mittelterrassenkante eines von Osten heranziehenden Rückens. Unterhalb der Kirche bogenförmig-hangparallele Bebauung bis in die Bachniederung. Nördlich abgesetzt vom älteren Dorfkern moderne Bebauung. Straße von Roßbach trifft ca. 1 km östlich des Ortes auf die Straße nach Frankenbach
Historische Namensformen
- Wilrispach, de (1285) (Wyss III Nr. 1370)
- Welrspach (1343/47)
- Willerspach (1403)
- Wilssbach (1548)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Umlegung der Flur
1908
Älteste Gemarkungskarte
1826/28
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3467058, 5618167
UTM: 32 U 466997 5616360
WGS84: 50.698121° N, 8.532689° O
Statistik
Ortskennziffer
532002050
Flächennutzungsstatistik
- 1629: 1 solmser zweispänniges, 9 landgräfliche einspännige, 7 solmser einspännige, 3 Hessen und Solms gemeinsame einspännige Ackerländer, 4 landgräfliche, 4 solmser Einläufige
- 1854 (Morgen): 2860, davon 859 Acker (= 30.03 %), 491 Wiesen (= 17.17 %), 1351 Wald (= 47.24 %)
- 1867 (Erwerbspersonen): 59 Landwirtschaft, 1 Forstwirtschaft, 4 Gewerbe und Industrie, 1 Gesundheitspflege, 1 Gemeindeverwaltung
- 1885 (Hektar): 712, davon 205 Ackerl (= 28.79 %), 95 Wiesen (= 13.34 %), 351 Holz (= 49.30 %)
- 1961 (Hektar): 713, davon 358 Wald (= 50.21 %)
Einwohnerstatistik
- 1577: 28 Hausgesesse
- 1629: 28 Hausgesesse (errechnet)
- 1677: 25 Hausgründe; 25 Männer, 3 Neumänner, 3 Beisassen, 7 junge und ledige Mannschaften
- 1742: 69 Haushalte
- 1830: 344 evangelische, 4 jüdische Einwohner
- 1885: 288 evangelisch, 0 katholisch
- 1961: 324, davon 311 evangelisch (= 95.99 %), 13 katholisch (= 4.01 %)
- 1970: 365 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Seit 1629: Gericht Altenkirchen, Amt Königsberg
- 1464: Amt Königsberg
- 1569 und später: Gericht Erda im Amt Königsberg
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Königsberg
- 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Königsberg
- 1821-1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Gladenbach
- 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
- 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf
- 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf (Umbenennung)
- 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Dillenburg
- 1933: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
- 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Biedenkopf
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Wetzlar
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
Altkreis
Biedenkopf
Gemeindeentwicklung
Ab 1.7.1974 zur neu gebildeten Gemeinde Bischoffen gehörig.
Gericht
- vor 1821: Amt Königsberg
- 1821: Landgericht Gladenbach
- 1867: Amtsgericht Gladenbach
- 1968: Amtsgericht Biedenkopf (Zweigstelle Gladenbach)
Herrschaft
- Im Zuge des solmsischen Teilungsvertrages des Jahres 1432 kommt Wilsbach an Graf Johann von Solms (Solmser Urkunden 1 Nr. 996).
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1465 verfügen die Grafen von Solms über 4 dienstbare Pflüge in B. Der Zehnte in Wilsbach war 1343/47 hochstiftliches-speyeisches Lehen der Grafen von Solms; Neubelehnungen bis 1791.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- Kapelle
- Seit 1838 Pfarrei (ohne Beidörfer)
Pfarrzugehörigkeit
1577 zum Kirchspiel Erda gehörig (vgl. Flurnamen Pfaffenweg, Unterm Kirchweg) 1813-1827: Filiale von Niederweidbach 1827-1838: Filiale von Königsberg
Bekenntniswechsel
Da bis in das 19. Jahrhundert Filial von Erda, Einführung der Reformation vermutlich ab 1526 Reformierter Bekenntniswechsel: 1606(?), 1624 wieder lutherisch Erster eigener evangelischer Pfarrer: Jakob Kredel 1843-1850, aus politischen Gründen abgesetzt, gehörte der 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen an.
Kultur
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wilsbach, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/8017_wilsbach> (aufgerufen am 30.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/8017