Oberkalbach

Die Lage von Oberkalbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
17,5 km südlich von Fulda
Ersterwähnung
1167
Siedlungsentwicklung
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Niederkalbach.
Historische Namensformen
- Kalbaha, in (1167) [Urkundenbuch der Herren von Hanau 1, S. 79-81, Nr. 101 = HStAM Bestand Urk. 69 Nr. 1271]
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3548312, 5585621
UTM: 32 U 548218 5583826
WGS84: 50.404498° N, 9.678521° O
Statistik
Ortskennziffer
631016050
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 1048, davon 324 Acker (= 30.92 %), 475 Wiesen (= 45.32 %), 165 Holzungen (= 15.74 %)
- 1961 (Hektar): 1314, davon 415 Wald (= 31.58 %)
Einwohnerstatistik
- 1812: 71 Feuerstellen, 606 Seelen
- 1885: 723, davon 722 evangelisch (= 99.86 %), 1 katholisch (= 0.14 %)
- 1961: 592, davon 569 evangelisch (= 96.11 %), 18 katholisch (= 3.04 %)
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1787: Landgrafschaft Hessen, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Brandenstein
- 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Brandenstein (Militärverwaltung)
- 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Altengronau
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Schlüchtern
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
- 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
Altkreis
Schlüchtern
Gemeindeentwicklung
Am 1.8.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Kalbach eingegliedert.
Gericht
- 1822: Justizamt Steinau / Assistenzamt Schlüchtern
- 1832: Justizamt Schlüchtern
- 1867: Amtsgericht Schlüchtern
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1167 nimmt Bischof Herold von Würzburg das Kloster Schlüchtern in seinen Schutz und zählt unter dessen Besitzungen Kalbach auf.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1167: Kirche (basilica)
Pfarrzugehörigkeit
1167 Filialkirche von Ramholz, 1501 als Pfarrkirche belegt.
Patronat
1501 hatte der Abt von Schlüchtern das Patronatsrecht inne.
Diakonische Einrichtungen
1945-1955 Diakoniestation (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus)
Bekenntniswechsel
Erster evangelischer Pfarrer: Valentin Kolb um 1549
Reformierter Bekenntniswechsel
Seit 1818 unierte Pfarrei.
Kultur
Schulen
1910 Volksschule mit zwei Klassen
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Oberkalbach, Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6593_oberkalbach> (aufgerufen am 07.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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