Ichendorf

Wüstung · 311 m über NN  
Gemarkung
Hasselbach
Gemeinde
Waldkappel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

18,5 km südlich von Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage

1 km nordöstlich von Hasselbach und 4,5 km nordwestlich von Waldkappel gelegen am Ichendorfbach gelegen, westlich Punkt 397 in der Flur "Im Ichendorf". Dort gibt es jedoch zwei getrennte Fundplätze im Abstand von 0,5 km. Im Bereich der Wüstung haben K. Kollmann 1990 und K. Sippel 1993 an folgenden beiden Stellen Funde aufgelesen: Ichendorf liegt demnach in einer nahezu rechtwinkligen Kurve eines Baches am unteren Gleithang im Ackergelände (4825: um 3559150 / 5671700). Dort fanden sich auf etwa 120 x 60 m großer, sw-no-verlaufender Fläche über 140 Scherben.

Siedlungsentwicklung

Ging vielleicht in den Kriegen 1385 - 90 oder in der Fehde zwischen Walter von Hundelshausen und Landgraf Hermann zugrunde 1454: 1 Hube genannt in der Wüstung H., von Hasselbach aus bewirtschaftet. 1553: Wüstung mit 3 Huben, durch je 1 Zinser aus Hopfelde, Hollstein und Harmuthsachsen bebaut Um 1570: Wüstung, 3 Huben

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1195)
  • Dorf (1363)
  • : wüst (1400)

Burgen und Befestigungen

  • Ging vielleicht in den Kriegen 1385 - 90 oder in der Fehde zwischen Walter von Hundelshausen und Landgraf Hermann zugrunde
  • 1454: 1 Hube genannt in der Wüstung H., von Hasselbach aus bewirtschaftet.
  • 1553: Wüstung mit 3 Huben, durch je 1 Zinser aus Hopfelde, Hollstein und Harmuthsachsen bebaut
  • Um 1570: Wüstung, 3 Huben

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3558945, 5671550
UTM: 32 U 558848 5669721
WGS84: 51.175884° N, 9.841841° O

Statistik

Ortskennziffer

63601207002

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1383/87: Amt Lichtenau
  • 1454 und um 1570: Landgrafschaft Hessen, Amt Lichtenau

Altkreis

Witzenhausen

Gericht

  • 1342: von Kappel'sche Gerichtsrechte zu Ichendorf, die von Hessen zu Lehen gehen
  • 1383: Gericht Harmuthsachsen
  • 1553: landgräfliches Gericht

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1195: Kloster Germerode erhält Besitz in Ichendorf bestätigt.
  • 1273: Die Grafen von Bilstein schenken ihre Rechte zu Ichendorf dem Deutschen Orden Reichenbach.
  • 1342: Landgraf Heinrich gestattet die Verpfändung von Ichendorf durch die von Kappel, die es zuvor vom Landgrafen zu Lehen hatten, an Kloster Germerode.
  • 1363: Die Gebrüder von Kappel verkaufen das halbe Dorf und Gericht Ichendorf an ihren Schwager Heinrich von Hundelshausen,1365: landgräfliche Zustimmung dazu.
  • Vor 1383: Die von Kappel verkaufen 1/4 Ichendorf an die von Schlutwinsdorf.
  • 1383: Die von Schlutwinsdorf verkaufen ihr Viertel an Landgraf Hermann.
  • 1391: Die von Hundelshausen mit ganzem Dorf Ichendorf durch Hessen belehnt
  • 1394: Die von Hundelshausen im Besitz von Ichendorf; folgend Reverse bis 1822

Nachweise

Quellen

Hundelshauser Kopiar fol. 15f., 47, 69v, 70 Landesbibliothek Kassel

Literatur

Weblinks

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Ichendorf, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6088_ichendorf> (aufgerufen am 02.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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