Kirchberg

Die Lage von Kirchberg im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
12 km westsüdwestlich von Eschwege gelegen
Lage und Verkehrslage
Wüst im Gericht Bischhausen in der Mitte zwischen Bischhausen, Kirchhosbach und Waldkappel gelegen Dort befindet sich heute noch rund 2 km westsüdwestlich der Ortsmitte von Bischhausen in dessen Gemarkung die Erhebung des Kirchbergs. Die genaue Lage der betreffenden Wüstung muss aber vorerst offen bleiben.
Ersterwähnung
1141
Letzterwähnung
1446
Historische Namensformen
- Kirchberch, in; Kirchberchk, in (1141) [verunechtet 13. Jh., Kop. 16. Jh., UB Mainz 2,1, S. 45-53, Nr. 28]
- Kirchperg (1188) [Transsumpt 1505 MGH DD F I. 4, Appelt, S. 252-253, Nr. 972; Digitalisat]
- Kergberge (1448) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 537-538, Nr. 1368, Anm. 1, mit falscher Datierung auf 1408; zur korrigierten Datierung s. K. A. Eckhardt, Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessischer Geschichte, S. 128; StA Wü, MIB 25 fol. 279 [01], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe mit Krigberge]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3563543, 5666972
UTM: 32 U 563444 5665145
WGS84: 51.134247° N, 9.906775° O
Statistik
Ortskennziffer
63601201004
Einwohnerstatistik
- 1446: wüst
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1141: Honer Mark (in pago, qui dicitur Hunether marca, circa fluvium Werraha)
Altkreis
Eschwege
Gericht
Herrschaft
- 1188 verleiht Kaiser Friedrich I. der Kapelle in seiner Burg Boyneburg zum Unterhalt eines Priesters den Anteil eines vom Landgrafen Ludwig von Thüringen erworbenen Gutes u.a. in Kirchberg, das der Kaiser zum Zeitpunkt der Weihe der Kapelle innehat, frei von aller Vogtei unter seiner alleinigen kaiserlichen Schirmgewalt.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1141 bestätigt der Mainzer Erzbischof Markolf dem von dem Grafen Siegfried IV. von Boyneburg und seinen Vorfahren gegründeten Benediktinerkloster St. Blasien zu Northeim u.a. seinen Besitz zu Kirchberg. Der Besitz des Klosters Northeim gelangt um 1200 an das Kloster Bursfelde, welches ihn noch 1446 innehat und mit Zustimmung des Mainzer Erzbischofs an die von Boyneburg veräußert. Diese tragen sie daraufhin den Landgrafen zu Lehen auf (Rev. 1449 bis 1787).
- 1803 wird die Wüstung dann an Hessen verkauft (GR von Bömmelberg).
Zehntverhältnisse
1141 fügt der Mainzer Erzbischof Markolf der Schenkung an Kloster St. Blasien zu Northeim den Zehnten in Kirchberg hinzu
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kirchberg, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/6185_kirchberg> (aufgerufen am 14.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/6185