Grubenhosbach

Die Lage von Grubenhosbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
14 km südwestlich von Eschwege gelegen
Lage und Verkehrslage
1 km südsüdwestlich der Ortsmitte von Kirchhosbach gelegen Dicht westlich oberhalb der Straße Kirchhosbach - Stadthosbach in der Flur "Auf dem Kirchhof" gelegen Im Ackergelände vor Ort fand E. Henn auf einer etwa 140 x 40 m großen, nordsüdlich verlaufenden Fläche (hier mittig lokalisiert) über 100 Scherben, die etwa ins 12./13. - 15. Jahrhundert zu datieren sind. Die Funde stammen von der Wüstung Grubenhosbach. Von der Wüstung stammen gemäß AG Eschwege ebenfalls hoch- und spätmittelalterliche Rand- und Wandscherben, die man 1994 in der Flur 'Auf dem Kirchhof' (4825: um 3563000 / 56643000) aufsammelte.
Ersterwähnung
1141
Vorbemerkung Historische Namensformen
Bei den drei in der Urkunde 1141 ohne Bestimmungswort genannten Orten Hasebach, altero Hasbach und deserto Hassbach handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Kirchhosbach sowie die Wüstungen Grubenhosbach und Lerchenhosbach. Stadthosbach und Thurnhosbach kommen hierfür nicht in Betracht (vgl. K. Kollmann, Erstwähnung und frühe Geschichte, in: 850 Jahre Kirchhosbach, 1141 - 1991, S. 5-7)
Historische Namensformen
- Hasbach, in altero; Hasbach (1141) [verunechtet 13. Jh., Kop. 16. Jh., UB Mainz 2,1, S. 45-53, Nr. 28]
- Grubenhospach, in (1410) [Eckhardt, Rechtsgeschichte der Stadt Eschwege 2, S. 366-369, Nr. 5, hier S. 368]
- Grubenhospach (1422) [HStAM Bestand Urk. 14 Nr. 12989]
- Grobinhosbach (1458) [HStAM Bestand Urk. 14 Nr. 2343]
- Gruben Hospach; Grubenhospach (1585) [Der ökonomische Staat, S. 4, 10]
Bezeichnung der Siedlung
- Wüstung (1422)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3563060, 5664380
UTM: 32 U 562961 5662554
WGS84: 51.111004° N, 9.899423° O
Statistik
Ortskennziffer
63601209001
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1141: Honer Mark (in pago, qui dicitur Hunether marca)
Altkreis
Eschwege
Gericht
Herrschaft
- Der Mainzer Erzbischof Markolf bestätigt 1141, dass Graf Siegfried IV. von Northeim dem Kloster Northeim Güter aus seinem Besitz, darunter anderthalb Hufen (Gruben-) hosbach, geschenkt hat. Der Erzbischof fügt noch den Kirchenzehnten hinzu.
Ziegenhain, Grafen 1422: Die Wüstung war ganz mit Gericht und Recht ziegenhainisches Lehen der von Tabelshausen (Rev.).- 1471 hatten sie nur einen Teil davon, ein Teil war 1436 bis 1471 Lehen der von Welde (Rev.). Einen anderen Teil hatten 1477 die von Hundelshausen zu Lehen (Rev. 1471 - 1822).
- Das Lehen ging von den von Welden auf die von Biedenfeld, von Stein und schließlich 1805 auf die von Frankenberg über (Reimer).
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1410 werden im Zinsregister der Eschweger Augustiner Einkünfte aus Grubenhosbach genannt.
Zehntverhältnisse
1141 fügt der Mainzer Erzbischof der Schenkung an das Kloster Northeim den Zehnten hinzu.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- In der Wüstung gibt es eine Flur "Auf dem Kirchhof".
Nachweise
Literatur
- 850 Jahre Kirchhosbach, 1141 - 1991, S. 5-7
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 250 f. (Hosbach)
- Fundberichte aus Hessen 1996, S. 547 (1 x Sippel, 1 x AG Eschwege)
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Grubenhosbach, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/5181_grubenhosbach> (aufgerufen am 10.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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