Heydau

Gehöftgruppe · 190 m über NN  
Gemarkung
Altmorschen
Gemeinde
Morschen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Gehöftgruppe

Lagebezug

9 km südöstlich von Melsungen.

Lage und Verkehrslage

0,5 km südlich der Ortsmitte von Altmorschen (angeschlossene Bebauung).

Ersterwähnung

1235

Siedlungsentwicklung

1928 erfolgt die Auflösung des Gutsbezirks Heydau und Eingemeindung der Grundstücke nach Altmorschen.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Kapelle (bis spätestens 1235)
  • Kloster (ab spätestens 1235)
  • Jagdhaus (16. Jahrhundert)
  • Gut (1612)
  • Schloss und Meierei (1747)
  • Schloss und Vorwerk (1821)
  • Gutsbezirk (1926) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 235]
  • Domäne mit einem Schlosse (1926) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 235]
  • Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt.
  • Domäne, Hof, Jagdhaus, Kapelle

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3543279, 5659218
UTM: 32 U 543188 5657394
WGS84: 51.066439° N, 9.616359° O

Statistik

Ortskennziffer

63401501001

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • Anfang 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
  • 1493: nimmt der Landgraf das Kloster in seinen Schutz
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Spangenberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen (zu Altmorschen gehörig)

Altkreis

Melsungen

Gericht

  • 1879: Amtsgericht Spangenberg (zu Altmorschen gehörig)

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Um 1235 besaß Hermann von Treffurt die Kapelle Heydau als Lehen von Fulda.
  • Spätestens 1235 befreite er sie vom Pfarrverband mit Altmorschen und stiftete hier das Zisterzienserinnenkloster Heydau (ZHG 9, S. 187-190).
  • Im 16. Jahrhundert baute Landgraf Philipp von Hessen das Kloster zu einem Jagdhaus um (Landau, Jagd und Falknerei, 199).
  • 1612 schenkte Landgraf Moritz das Gut der Langräfin Juliane.
  • 1668 verkaufte es Landgraf Ernst an Landgräfin Hedwig Sophie.
  • 1685 erwarb es Landgraf Karl.
  • Um 1900 Domäne mit einem Schlosse (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 235).

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • Um 1235 besaß Hermann von Treffurt die Kapelle Heydau als Lehen von Fulda.

Patrozinien

  • Maria [spätestens 1235]

Pfarrzugehörigkeit

Spätestens 1235 befreite Hermann von Treffurt die Kapelle vom Pfarrverband mit Altmorschen und stiftete hier das Kloster Heydau (ZHG 9, S. 187-190). 1872 gehörte die Domäne mit Schloss zur Pfarrei Altmorschen (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 396-398).

Klöster

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Heydau, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4922_heydau> (aufgerufen am 06.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4922