Heydau

Die Lage von Heydau im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Gehöftgruppe
Lagebezug
9 km südöstlich von Melsungen.
Lage und Verkehrslage
0,5 km südlich der Ortsmitte von Altmorschen (angeschlossene Bebauung).
Ersterwähnung
1235
Siedlungsentwicklung
1928 erfolgt die Auflösung des Gutsbezirks Heydau und Eingemeindung der Grundstücke nach Altmorschen.
Historische Namensformen
- Heide (1235) [HStAM Bestand Urk. 28 Nr. 1]
- Heyte (1244) [UA Heydau]
- Mirica (1253) [UA Heydau]
- Heide, in der (Anfang 15. Jahrhundert) [HStAM Bestand S Nr. 574, Bl. 2r]
- Haydau (um 1900) (topgraph. Karte)
- Heydau
Bezeichnung der Siedlung
- Kapelle (bis spätestens 1235)
- Kloster (ab spätestens 1235)
- Jagdhaus (16. Jahrhundert)
- Gut (1612)
- Schloss und Meierei (1747)
- Schloss und Vorwerk (1821)
- Gutsbezirk (1926) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 235]
- Domäne mit einem Schlosse (1926) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 235]
- Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt.
- Domäne, Hof, Jagdhaus, Kapelle
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3543279, 5659218
UTM: 32 U 543188 5657394
WGS84: 51.066439° N, 9.616359° O
Statistik
Ortskennziffer
63401501001
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Anfang 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
- 1493: nimmt der Landgraf das Kloster in seinen Schutz
- 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Spangenberg
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen (zu Altmorschen gehörig)
Altkreis
Melsungen
Gericht
- 1879: Amtsgericht Spangenberg (zu Altmorschen gehörig)
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Um 1235 besaß Hermann von Treffurt die Kapelle Heydau als Lehen von Fulda.
- Spätestens 1235 befreite er sie vom Pfarrverband mit Altmorschen und stiftete hier das Zisterzienserinnenkloster Heydau (ZHG 9, S. 187-190).
- Im 16. Jahrhundert baute Landgraf Philipp von Hessen das Kloster zu einem Jagdhaus um (Landau, Jagd und Falknerei, 199).
- 1612 schenkte Landgraf Moritz das Gut der Langräfin Juliane.
- 1668 verkaufte es Landgraf Ernst an Landgräfin Hedwig Sophie.
- 1685 erwarb es Landgraf Karl.
- Um 1900 Domäne mit einem Schlosse (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 235).
Kirche und Religion
Ortskirchen
- Um 1235 besaß Hermann von Treffurt die Kapelle Heydau als Lehen von Fulda.
Patrozinien
- Maria [spätestens 1235]
Pfarrzugehörigkeit
Spätestens 1235 befreite Hermann von Treffurt die Kapelle vom Pfarrverband mit Altmorschen und stiftete hier das Kloster Heydau (ZHG 9, S. 187-190). 1872 gehörte die Domäne mit Schloss zur Pfarrei Altmorschen (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 396-398).
Klöster
Nachweise
Literatur
- Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler I, 2008, S. 21-24
- Franz, Kloster Heydau, in: Sante, Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. IV. Hessen, S. 220
- Dersch, Hessisches Klosterbuch, S. 81-82,
- Krummel, Ämter, S. 25-27, 82-95,
- Reimer, Ortslexikon, S. 235,
- Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 396-398
- Landau, Jagd und Falknerei, S. 199
- Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 9 (1862), S. 187-190
Siehe auch
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Orte
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heydau, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4922_heydau> (aufgerufen am 06.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4922