Eubach

Dorf · 264 m über NN  
Gemeinde
Morschen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

8 km südöstlich von Melsungen

Lage und Verkehrslage

Geschlossenes Dorf mit einfachem Grundriss und geringer Siedlungsdichte entlang des gleichnamigen Baches und der parallel verlaufenden Verbindungsstraße von Altmorschen über Bergheim nach Spangenberg (L 3225). Kirche auf Bergsporn über dem Ort

Ersterwähnung

1281

Vorbemerkung Historische Namensformen

Ob die Erwähnung eines Hartmannn von Vbach 1281 auf Eubach zu beziehen ist, muss angesichts des in der Urkunde verhandelten Gegenstandes und der hier genannten Zeugen offen bleiben. Der Beleg zu 1291 ist eher Ubach zuzuordnen.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • Dorf (1329)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1876

Älteste Gemarkungskarte

1686

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3544356, 5661202
UTM: 32 U 544264 5659377
WGS84: 51.08419° N, 9.631966° O

Statistik

Ortskennziffer

634015030

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 319, davon 167 Acker (= 52.35 %), 25 Wiesen (= 7.84 %), 82 Holzungen (= 25.71 %)
  • 1961 (Hektar): 331, davon 108 Wald (= 32.63 %)

Einwohnerstatistik

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • bis 1350: Treffurtisches Gericht Morschen
  • Anfang 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg, Ort Fulda
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Spangenberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Melsungen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis

Melsungen

Gemeindeentwicklung

Vom 01.07.1971 bis 31.12.1973 war Eubach in die Gemeinde Altmorschen eingegliedert, die am 1.1.1974 wiederum in der Gemeinde Morschen aufging. Seitdem ist Eubach ein eigener Ortsteil der Gemeinde Morschen.

Gericht

  • 1822: Justizamt Spangenberg
  • 1867: Amtsgericht Spangenberg
  • 1879: Amtsgericht Spangenberg
  • 1943: Amtsgericht Melsungen (Zweigstelle Spangenberg)
  • 1970: Amtsgericht Melsungen

Herrschaft

  • Eubach gehörte zunächst zum Treffurtischen Gericht Morschen.
  • 1328 verkauft Hartrad von Reichenbach dem Ritter Hermann von Treffurt und dessen Bruder Friedrich all sein Gut in dem Dorfe zu Günsterode und zu me Sconen walde und zu Ubach.
  • Heydau, Kloster1346 verkauft Hermann von Treffurt das Dorfes Ubach mit Gericht Vogtei , Gülte und Bede an Kloster Heydau. 1355 löst der Landgraf von Hessen als Rechtsnachfolger der Herren von Spangenberg das Gericht Eubach vom Kloster Heydau ein, versetzte es aber 1359 diesem wieder, so dass es dem Kloster bis zur Säkularisation verblieb.
  • 1425-1787 ist halb Ubach hessisches Lehen der Diede vom Fürstenstein bei Albungen (Rev.).
  • Das Salbuch von 1540 rechnete Ybach zum Gericht Mörshausen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • S. Herrschaft

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1866 errichteter neugotischer Saalbau, 1954 renoviert
  • Für einen Vorgängerbau aus dem 18. Jahrhundert spricht neben der entsprechenden Signatur in der Schleensteinkarte auch HStAM Bestand Karten Nr. P II 15039 (1740-1760 )

Pfarrzugehörigkeit

1569 zu Heydau-Altmorschen, 1585 Filial von Neumorschen.
1747 und 1872 eingepfarrt nach Altmorschen, 1994 Filialgemeinde davon

Bekenntniswechsel

Da Filial von Altmorschen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Altmorschener Pfarrer Matthias Bengel um 1527.

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Wirtschaft

1833-1867 Erteilung von Konzessionen zum Gips-, Zement-, Kalkbrennen, Gipsstampfen, Gipshandel, Gipssteinbrennen zu Alt- und Neumorschen, Wichte, Eubach, Guxhagen, Melsungen (HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 170).

Mühlen

1487 existiert eine Mühle zu Eubach, deren Zins an Kloster Heydau verpfändet wird (HStAM Bestand Urk. 28 Nr. 587)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Eubach, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4884_eubach> (aufgerufen am 16.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4884