Wilsberg

Die Lage von Wilsberg im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
2,5 km westlich von Schwarzenborn.
Lage und Verkehrslage
Südlich der heutigen Straßenkreuzung bei Hof Windeke an der Efzequelle; Flurname Wilsberg.
Ersterwähnung
1197
Letzterwähnung
nach 1334
Siedlungsentwicklung
Wüstung nach 1334. Flur in der Gemarkung von Schwarzenborn aufgegangen. Südlich der Wüstung der gleichnamige moderne Aussiedlerhof Wilsberg (Hof).
Historische Namensformen
- Wilzesberg (782) (Fälschung um 1050, Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld 1,1 Nr. 18, wohl Flurname)
- Weldesberc, in (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
- Wildisberc (1223)
- Wildesberg (1334)
Burgen und Befestigungen
- Wüstung nach 1334.
- Flur in der Gemarkung von Schwarzenborn aufgegangen.
- Südlich der Wüstung der gleichnamige moderne Aussiedlerhof Wilsberg (Hof).
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3529300, 5641300
UTM: 32 U 529214 5639483
WGS84: 50.906262° N, 9.4155° O
Statistik
Ortskennziffer
63402302014
Einwohnerstatistik
- Nach 1334: wüst.
Verfassung
Altkreis
Ziegenhain
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1197 ist Kloster Spieskappel in Wilsberg begütert.
- 1223 berichtet Ritter Giso von Schrecksbach dem Abt von Fulda, sein Grossvater, der Freie Ezilin, habe einst zu seinem Seelenheil Kloster Spieskappel einige Güter zu Wilsberg und Frankenhain geschenkt, ferner den Zehnten dieser Güter in drei Teile geteilt, wovon er zwei für sich behalten und den dritten der Kapelle von Hauptschwenda zugewiesen hatte. Da die zwei Teile des Zehnten vor langer Zeit Giso erblich zugefallen waren, lässt er sie Fulda auf mit dem Wunsch, sie Spieskappel zu schenken.
- 1334 werden die Erträge des Klosters dessen Krankenamt zugewiesen.
- 1340 tritt Spieskappel den Grafen von Ziegenhain den Wilsberg, die Blankenstrut und zwei Teile des dortigen Zehnten im Tausch gegen Güter zu Ober-und Niedergrenzebach und Steina ab.
Zehntverhältnisse
1223 berichtet Ritter Giso von Schrecksbach dem Abt von Fulda, sein Grossvater, der Freie Ezilin, habe einst zu seinem Seelenheil Kloster Spieskappel einige Güter zu Wilsberg und Frankenhain geschenkt, ferner den Zehnten dieser Güter in drei Teile geteilt, wovon er zwei für sich behalten und den dritten der Kapelle von Hauptschwenda zugewiesen hatte. Da die zwei Teile des Zehnten vor langer Zeit Giso erblich zugefallen waren, lässt er sie Fulda auf mit dem Wunsch, sie Spieskappel zu schenken. 1340 tritt Spieskappel den Grafen von Ziegenhain den Wilsberg, die Blankenstrut und zwei Teile des dortigen Zehnten im Tausch gegen Güter zu Ober-und Niedergrenzebach und Steina ab.
Nachweise
Literatur
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 129.
- Scharlau, Siedlung, S. 299.
- List, Spieskappel, S. 313 f.
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 232.
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 517.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wilsberg, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4805_wilsberg> (aufgerufen am 06.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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