Schönstein

Dorf · 325 m über NN  
Gemeinde
Gilserberg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

15 km nordwestlich von Ziegenhain.

Lage und Verkehrslage

Zweigeteiltes Dorf am Unterlauf der Norde. Kernbereich der Siedlung mit regellosem Grundriss und Resten des ehemaligen Hüttenkomplexes am auslaufenden Hang bzw. in der Bachniederung. Nach Norden abgesetzt und ebenfalls auf dem rechten Bachufer jüngere Wohnsiedlung.
Straße von Dodenhausen (Altkreis Frankenberg) verzweigt sich in Ortsmitte nach Densberg und Moischeid.

Ersterwähnung

1843

Siedlungsentwicklung

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Densberg.

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1890/1893

Älteste Gemarkungskarte

1846

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3504211, 5651001
UTM: 32 U 504135 5649180
WGS84: 50.99419° N, 9.058924° O

Statistik

Ortskennziffer

634006090

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 96, davon 31 Acker (= 32.29 %), 43 Wiesen (= 44.79 %), 0 Holzungen
  • 1961 (Hektar): 419, davon 302 Wald (= 72.08 %)

Einwohnerstatistik

  • 1861: 244 evangelisch-reformierte, 2 römisch-katholische Einwohner.
  • 1885: 167, davon 165 evangelisch (= 98.80 %), 2 katholisch (= 1.20 %)
  • 1925: 142, 1939: 145, 1950: 218, 1961: 178 Einwohner.
  • 1961 (Erwerbspersonen): 58 Land- und Forstwirtschaft, 19 produzierendes Gewerbe, 14 Handel und Verkehr, 9 Dienstleistungen und Sonstiges.
  • 1961: 178, davon 161 evangelisch (= 90.45 %), 12 katholisch (= 6.74 %)

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Ziegenhain
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fritzlar
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Ziegenhain
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Ziegenhain
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis

Ziegenhain

Gemeindeentwicklung

Am 13.5.1843 wurden die Rommershäuser Hütte, die Nordenmühle und die Heidenhäuser vor dem Jeust, die bis dahin bei Schönau eingemeindet waren, zur neuen Gemeinde Schönstein zusammengeschlossen. Die neugebildete Gemarkung Schönstein wurde aus dem Nord-Teil der Gemarkung Schönau herausgelöst. Am 1.1.1974 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neuen Gemeinde Gilserberg zusammengeschlossen, deren Ortsteil Schönstein wurde.

Gericht

  • 1843: Justizamt Treysa.
  • Seit 1867: Amtsgericht Treysa.
  • 1933-1943: Amtsgericht Gemünden/Wohra.
  • 1943-1968: Amtsgericht Kirchhain.
  • Seit 1968: Amtsgericht Treysa.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

1843 und später: nach Densberg eingepfarrt.

Bekenntniswechsel

Erster evangelischer Pfarrer: möglicherweise Johann Soldan 1527

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schönstein, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4742_schoenstein> (aufgerufen am 12.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4742