Schloßrode

Die Lage von Schloßrode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
11 km nördlich von Neukirchen
Lage und Verkehrslage
1 km südöstlich von Lenderscheid nahe dem Biggengrund zu lokalisieren; Flurname Schloßrod (TK Kurfürstentum Hessen 1851)
Ersterwähnung
1197
Letzterwähnung
1348
Siedlungsentwicklung
Wohl schon 1348 wüst.
Historische Namensformen
- Slachtersroth, in (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
- Slatisrode (1254) (Urkunden A II Kloster Spieskappel)
- Slasrode (1263) (Urkunden A II Kloster Spieskappel)
- Slozrode (1348) (Urkunden A II Kloster Spieskappel)
- Schlossrod [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3526700, 5647500
UTM: 32 U 526615 5645681
WGS84: 50.962119° N, 9.37899° O
Statistik
Ortskennziffer
63400407001
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1437: Gericht (Groß-)Ropperhausen
Altkreis
Ziegenhain
Gericht
- 1437: Gericht (Groß-)Ropperhausen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Dem Kloster Cappel werden 1197 von Papst Coelistin III. Einnahmen in Höhe von 6 1/2 Schilling in Schlossrode bestätigt.
- 1348 verpachtet Kloster Spieskappel seine bebauten und unbebauten Güter mit Wiesen und Weiden den zu Lenderscheid ansässigen coloni seu villani des Klosters zu Waldrecht; damals waren die Güter in 16 Lehen geteilt.
- Schloßrode war als Zubehör von Roppershausen als hessisches Lehen im Besitz der Familie von Gilsa.
- 1505 fordern die Landgrafen die Amtsträger der Stadt Homberg (Efze) auf, Spieskappel im Besitz seiner Äcker, Rottwiesen und Zehnten zu Lenderscheid, Schloßrode und Siebertshausen zu schützen.
Zehntverhältnisse
1263 erwirbt das Kloster Spieskappel den Zehnten zu Schloßrode von den von Holzheim, die ihn ihren Lehnsherren, den von Uttershausen, auflassen. 1505 fordern die Landgrafen die Amtsträger der Stadt Homberg (Efze) auf, Spieskappel im Besitz seiner Äcker, Rottwiesen und Zehnten zu Lenderscheid, Schloßrode und Siebertshausen zu schützen. Noch 1522 ist der Zehnte in Klosterbesitz.
Nachweise
Literatur
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 99.
- Scharlau, Siedlung, S. 297.
- List, Spieskappel, S. 251.
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 176.
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 426.
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schloßrode, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4735_schlossrode> (aufgerufen am 07.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/4735