Holzmannshausen

Die Lage von Holzmannshausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
5 km nördlich von Ziegenhain.
Lage und Verkehrslage
Wüste Ortslage links der Schwalm bei dem heutigen Wiesenhof (Corellhof) vermutet.
Ersterwähnung
1197
Letzterwähnung
Mitte 15. Jahrhundert
Siedlungsentwicklung
Mitte des 15. Jahrhunderts offenbar schon wüst.
Historische Namensformen
- Holzmanneshusen (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
- Holtmanneshusen
- Hulczmanshusen, zu
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3514900, 5646700
UTM: 32 U 514820 5644881
WGS84: 50.955352° N, 9.210999° O
Statistik
Ortskennziffer
63402201002
Einwohnerstatistik
- Mitte des 15. Jahrhunderts offenbar schon wüst.
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Vor 1344/45: Gericht auf den Wasen (Amt Ziegenhain).
- 1371, aber wohl schon seit 1344/45: Gericht zur Landsburg.
Altkreis
Ziegenhain
Gericht
- Vgl. Verwaltungsbezirk.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1197 hat Kloster Spieskappel Einkünfte aus Holzmannshausen.
- 1262 übereignet Hartrad von Goßfelden dem Kloster Güter zu Holzmannshausen.
- 1282 bekunden ein Ludwig und seine Frau, dass sie vom Kloster Spieskappel auf Lebenszeit Güter in Holzmannshausen erworben hätten.
- 1314 erkauft Spieskappel mit Einwilligung der Grafen von Ziegenhain eine zu Holzmannshausen gelegene Mühle von dem Treysaer Bürger Hartmann Faber.
- 1360 befinden sich in Holzmannshausen 4 Güter, von denen 3 auf jedem Feld 20 Morgen Land und 8 Morgen Wiese, das vierte 18 Morgen Land und 7 Morgen Wiese haben. Zur Mühle daselbst gehören 4 Morgen Acker und Wiesen.
- 1371 besitzt Spieskappel in Holzmannshausen außer der Mühle 4 Vorwerke sowie 4 Malter Fruchtrente aus dem Krengelshof zu Holzmannshausen.
- Um ein weiteres Gut zu Holzmannshausen prozessieren seit Ende 14. Jahrhundert die von Binsförth bzw. (seit 1414) die von Wallenstein mit Kloster Spieskappel.
- 1360 haben die von Lüder ein halbes Vorwerk zu Holzmannshausen und den Zehnten, ausgenommen 1 Sechstel, das Graf Gottfried VII. von Ziegenhain vor 1367 ebenso erworben hatte wie Güterbesitz in Holzmannshausen.
Zehntverhältnisse
1253 verzichtet Dietrich von Linsingen gegenüber Kloster Haina auf alle Ansprüche auf die Zehnten zu Holzmannshausen.
1360 haben die von Lüder ein halbes Vorwerk zu Holzmannshausen und den Zehnten, ausgenommen 1 Sechstel, das Graf Gottfried VII. von Ziegenhain vor 1367 ebenso erworben hatte wie Güterbesitz in Holzmannshausen.
Kirche und Religion
Kirchliche Mittelbehörden
15. Jahrhundert: Sendbezirk Treysa.
Wirtschaft
Mühlen
1314 erkauft Spieskappel mit Einwilligung der Grafen von Ziegenhain eine zu Holzmannshausen gelegene Mühle von dem Treysaer Bürger Hartmann Faber. 1360 gehören zur Mühle in Holzmannshausen 4 Morgen Acker und Wiesen. 1371 besitzt Spieskappel in Holzmannshausen unter anderem die Mühle.
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 85 f.
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 249.
- Scharlau, Siedlung, S. 291.
- List, Spieskappel, S. 174-179.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Holzmannshausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4628_holzmannshausen> (aufgerufen am 08.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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