Kleinkerstenhausen

Die Lage von Kleinkerstenhausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
8,5 km südwestlich von Fritzlar.
Lage und Verkehrslage
0,7 km südöstlich von Kerstenhausen. Am rechten Schwalmufer am Fuß des Kuhberges; Flurname Margarethenacker (vgl. Margarethenkirche).
Ersterwähnung
1314
Historische Namensformen
- villa minoris Kerstinhusen (1314) [Staatsarchiv Marburg Urkunden Fritzlar]
- Kleynenn Kirstenhusenn (1339) [XVI]
- minori Kerstenhussen, in (1340)
- Kleynen Kerstenhusen (1447)
- Cleyne Kerstenhußen (1471)
- Kleinen Kirstenhusen (1493) [XVI]
- Kleinen Krestenhusen (1501)
- Kleinen Krestenhausen (1515)
- Klein Kristenhusen (1518)
- Kleynen Kerstenhausen (1536)
- Clein Kerstenhausen (1550)
- Wenigen Kerstenhausen (1551)
- Kleinenn Krestennhaußenn (1568)
- Kerstenhausen, Klein-
- Klein-Kerstenhausen
Bezeichnung der Siedlung
- 1314: villa.
- 1339: Dorf.
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3516146, 5658568
UTM: 32 U 516065 5656744
WGS84: 51.061999° N, 9.229258° O
Statistik
Ortskennziffer
63400108007
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1314: landgräfliches Dorf im Amt Borken.
Altkreis
Fritzlar-Homberg
Herrschaft
- 1339: Landgraf Heinrich belehnt Löw von Löwenstein mit Gericht Klein-Kerstenhausen.
- 1447: Landgraf Ludwig belehnt die von Löwenstein mit Gericht Klein-Kerstenhausen; folgend Belehnungen bis 1841.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1314: Die von Löwenstein-Westerburg verkaufen der Kirche Urff Ländereien zu Klein-Kerstenhausen.
- 1340: Die Gebrüder von Löwenstein-Schweinsberg schenken dem Marienaltar in der Stiftskirche Fritzlar eine Getreidegülte von 30 Äckern zu Klein-Kerstenhausen.
- Um 1340: Stift Fritzlar hat Einkünfte zu Klein-Kerstenhausen.
- 1362: Kloster Eppenberg verleiht Konrad von Borken 2 Huben zu Klein-Kerstenhausen.
- 1440: Die von Löwenstein verschreiben dem Stift Fritzlar Einkünfte zu Klein-Kerstenhausen.
- 1445: Kloster Eppenberg verleiht 8 Huben zu Klein-Kerstenhausen.
- 1447: Landgraf Ludwig belehnt Heinrich von Löwenstein mit Dorf und Gericht Klein-Kerstenhausen; folgend Belehnungen bis 1841.
- 1480, 1491 und 1501: Die Landgrafen lösen das Burglehen zu Klein-Kerstenhausen ein.
- 1493: Landgraf Wilhelm verschreibt dem Philipp von Wildungen Dorf Klein-Kerstenhausen, 1500 dem Löwenstein zu Löwenstein.
Zehntverhältnisse
1550: Werner von Wallenstein belehnt.die von Wildungen mit einem Sechstel Zehnten zu Klein-Kerstenhausen, 1551 Gottschalk Schmitt mit einem Drittel des Zehnten.
Vor 1692: Gottschalk Schmitt übergibt genannte Zehnten zu Klein-Kerstenhausen einem Homberger Bürger.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1464: ecclesia; vgl. Margarethenkirche.
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Fritzlar-Homberg, S. 174 f.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kleinkerstenhausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/4463_kleinkerstenhausen> (aufgerufen am 14.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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