Kressenbach

Dorf · 252 m über NN  
Gemeinde
Schlüchtern
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

4,5 km nordwestlich von Schlüchtern

Historische Namensformen

  • Cressenbach (1167)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3533281, 5581747
UTM: 32 U 533193 5579954
WGS84: 50.370714° N, 9.466757° O

Statistik

Ortskennziffer

435025090

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 478, davon 237 Acker (= 49.58 %), 86 Wiesen (= 17.99 %), 103 Holzungen (= 21.55 %)
  • 1961 (Hektar): 478, davon 123 Wald (= 25.73 %)

Einwohnerstatistik

  • 1538: 14 Steuernde
  • 1587: 14 Schützen, 9 Spießer
  • 1632: 18 Dienstpflichtige
  • 1753: 38 Haushaltungen mit 159 Personen
  • 1812: 33 Feuerstellen, 326 Einwohner
  • 1885: 281, davon 275 evangelisch (= 97.86 %), 6 katholisch (= 2.14 %)
  • 1961: 313, davon 289 evangelisch (= 92.33 %), 18 katholisch (= 5.75 %)
  • 1970: 300

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • undatiert: trimbergisches, später hanauisches Gericht Schlüchtern
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Schlüchtern
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Steinau (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Steinau
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Steinau
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Schlüchtern
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis

Schlüchtern

Gemeindeentwicklung

Seit 31.12.1971 Ortsteil der Stadt Schlüchtern.

Gericht

  • Amtsgericht Steinau
  • 1822: Justizamt Steinau
  • 1867: Amtsgericht Steinau
  • 1968: Amtsgericht Schlüchtern

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1167 besitzt Kloster Schlüchtern die Filialkirche und den Zehnten in Kressenbach. 1331 werden 8 Vollmansen, zwei Halbmansen, ein Lehengut, ein "Megenmerk" und eine Mühle aufgezählt.
  • Die Vogtei in Mark und Dorf besaß 1286 Dietrich von Erthal. Sie ging damals auf die von Hutten und Aldenberg über und noch 1364 besaßen die von Hutten die Hälfte als trimbergisches Lehen, die sie an Schlüchtern versetzten. 1444 war das Kloster Schlüchtern Dorfherr.

Zehntverhältnisse

1167 besitzt Kloster Schlüchtern die Filialkirche und den Zehnten in Kressenbach.

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1167: Kirche (basilica)

Pfarrzugehörigkeit

1167 und noch 1475 Filial- und Eigenkirche von Kloster Schlüchtern. Spätestens im 16. Jahrhundert Pfarrkirche, 1602 belegt. Später Pfarrei Wallroth

Bekenntniswechsel

Da Filial von Elm, Einführung der Reformation vermutlich ab 1543 unter dem Schlüchterner Abt Peter Lotichius.

Kirchliche Mittelbehörden

1167: Bistum Würzburg, Kloster Schlüchtern.

Kultur

Schulen

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kressenbach, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11428_kressenbach> (aufgerufen am 10.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/11428