Kressenbach

Die Lage von Kressenbach im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
4,5 km nordwestlich von Schlüchtern
Historische Namensformen
- Cressenbach (1167)
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
- Altengesäß (Wüstung)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3533281, 5581747
UTM: 32 U 533193 5579954
WGS84: 50.370714° N, 9.466757° O
Statistik
Ortskennziffer
435025090
Flächennutzungsstatistik
- 1885 (Hektar): 478, davon 237 Acker (= 49.58 %), 86 Wiesen (= 17.99 %), 103 Holzungen (= 21.55 %)
- 1961 (Hektar): 478, davon 123 Wald (= 25.73 %)
Einwohnerstatistik
- 1538: 14 Steuernde
- 1587: 14 Schützen, 9 Spießer
- 1632: 18 Dienstpflichtige
- 1753: 38 Haushaltungen mit 159 Personen
- 1812: 33 Feuerstellen, 326 Einwohner
- 1885: 281, davon 275 evangelisch (= 97.86 %), 6 katholisch (= 2.14 %)
- 1961: 313, davon 289 evangelisch (= 92.33 %), 18 katholisch (= 5.75 %)
- 1970: 300
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- undatiert: trimbergisches, später hanauisches Gericht Schlüchtern
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Schlüchtern
- 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Steinau (Militärverwaltung)
- 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Steinau
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Steinau
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Schlüchtern
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
- 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis
Altkreis
Schlüchtern
Gemeindeentwicklung
Seit 31.12.1971 Ortsteil der Stadt Schlüchtern.
Gericht
- Amtsgericht Steinau
- 1822: Justizamt Steinau
- 1867: Amtsgericht Steinau
- 1968: Amtsgericht Schlüchtern
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1167 besitzt Kloster Schlüchtern die Filialkirche und den Zehnten in Kressenbach. 1331 werden 8 Vollmansen, zwei Halbmansen, ein Lehengut, ein "Megenmerk" und eine Mühle aufgezählt.
- Die Vogtei in Mark und Dorf besaß 1286 Dietrich von Erthal. Sie ging damals auf die von Hutten und Aldenberg über und noch 1364 besaßen die von Hutten die Hälfte als trimbergisches Lehen, die sie an Schlüchtern versetzten. 1444 war das Kloster Schlüchtern Dorfherr.
Zehntverhältnisse
1167 besitzt Kloster Schlüchtern die Filialkirche und den Zehnten in Kressenbach.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- 1167: Kirche (basilica)
Pfarrzugehörigkeit
1167 und noch 1475 Filial- und Eigenkirche von Kloster Schlüchtern. Spätestens im 16. Jahrhundert Pfarrkirche, 1602 belegt. Später Pfarrei Wallroth
Bekenntniswechsel
Da Filial von Elm, Einführung der Reformation vermutlich ab 1543 unter dem Schlüchterner Abt Peter Lotichius.
Kirchliche Mittelbehörden
1167: Bistum Würzburg, Kloster Schlüchtern.
Kultur
Schulen
1910 einklassige Volksschule
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Nachweise
Literatur
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kressenbach, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/11428_kressenbach> (aufgerufen am 10.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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