Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
Östlich von Bad Hersfeld
Lage und Verkehrslage
Am Fuße des Petersberges, genaue Lage aber unbekannt; vielleicht im Bereich der Flur "Dicker Rück"
Ersterwähnung
1155-1162
Siedlungsentwicklung
Wüst vor 1610
Historische Namensformen
- Růggerrod, in (1155-1162) [Wenck, Hessische Landesgeschichte 3, Urkundenbuch, S. 72, Nr. 72 = HStAM Bestand Urk. 56 Nr. 2326]
- Ruckerode (1310) [HStAM Bestand Urk. 57 Nr. 145]
- Růkerode (1386) [HStAM Bestand Urk. 56 Nr. 607]
- Ruͤkerode (1401) [HStAM Bestand Urk. 57 Nr. 203]
- Reckerode (1409) [Schreibeweise nach ArchivregestHStAM Best. Urk. 56 Nr. 746]
- Ruͤckerode (1410) [HStAM Bestand Urk. 56 Nr. 753]
Bezeichnung der Siedlung
- locus (1155-1162)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3551975, 5635127
Statistik
Ortskennziffer
63200208005
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1310: Reichsabtei Hersfeld, Benediktinerpropstei Petersberg
Altkreis
Hersfeld
Gericht
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Willibold, Abt von Hersfeld (1155-1162), verkauft in Hone (Hunede) [heute Ober-/Niederhone, Stadtteile von Eschwege, Werra-Meißner-Kr.] gelegene Güter des Klosters Petersberg und erwirbt im Gegenzug für das Kloster günstig gelegenere Güter in Rückerode. Der Propst Rucker von St. Petersberg bekennt 1310, dass er mit Einwilligung seines Klosters mit dem Bürger Heinrich Walden von Hersfeld und seiner Frau Alheid für 15 Pfund Hersfelder Pfennige jährliche Gefälle von 2 Pfund Pfennige aus einem Garten vor dem Hersfelder St. Nikolaustor und einen Acker in Rückerode gegen mehrere Äcker bei Glasebach und der hölzernen Brücke über die Haun eingetauscht hat.
- Der Propst Rucker von St. Petersberg bekennt 1386, dass er mit Einwilligung seines Klosters mit dem Bürger Heinrich Walden von Hersfeld und seiner Frau Alheid für 15 Pfund Hersfelder Pfennige jährliche Gefälle von 2 Pfund Pfennige aus einem Garten vor dem Hersfelder St. Nikolaustor und einen Acker in Rückerode gegen mehrere Äcker bei Glasebach und der hölzernen Brücke über die Haun eingetauscht hat.
- 1401 bekennt der Dekan Johann von Baumbach des Stifts Hersfeld als Provisor des Klosters St. Petersberg, dass Kurt Schwarze und seine Frau Else vor ihm für sich und ihre Erben eine jährliche Gülte von 1/2 Gulden aus ihren 4 Äckern in Rückerode an den Küster des Stifts, Hartung von Egstede, und seien Nachfolger für 5 Gulden an Gold wiedereinlösbar verkauft haben. 1409 genehmigt der Abt von Hersfeld den Verkauf von Gütern in Reckerode für 38 Gulden durch Jakob Heppe, Bürger von Hersfeld, an Johann König (Hans Koning), Bürger von Hersfeld. 1410 erteilt der Propst von St. Petersberg für Ludwig Messerschmied die Genehmigung zur Übergabe von Äckern in Reckerode an dessen Ehefrau und Kinder.
Nachweise
Literatur
- Ziegler, Reichsabtei Hersfeld, S. 168
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 412
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rückerode, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3550_rueckerode> (aufgerufen am 24.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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