Meisenbach

Dorf · 220 m über NN  
Gemeinde
Haunetal
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

9 km südlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage

Kleines geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung am rechten Ufer der Haune. Verbindung über die als Hauptachse in West-Ost-Richtung durch den Ort führende Meisenbacher Straße (K 48) zur gegenüberliegenden Hauneseite und Müsenbach. Im Osten verläuft mit Anschluss die B 27 dicht an der Dorfgemarkungsgrenze, im Westen die Eisenbahnlinie Bebra – Hanau – Frankfurt am Main ("Bebraer Bahn";"Bebra-Hanauer-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.10.1866).

Ersterwähnung

1317

Siedlungsentwicklung

Im Bereich der Gemarkung Meisenbach fanden sich neben der Wüstung Petershain rund 1,4 km südöstlich der Ortsmitte von Meisenbach an einem Bach nördlich unterhalb des Gartenborns Hinweise auf eine weitere Wüstung, der bislang kein Namen in Schriftquellen zugewiesen werden konnte.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1317)
  • Dorf (1486)
  • Hof (1494)

Umlegung der Flur

1926/27

Älteste Gemarkungskarte

1858

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3550416, 5628164
UTM: 32 U 550322 5626352
WGS84: 50.786734° N, 9.713879° O

Statistik

Ortskennziffer

632008050

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 166, davon 93 Acker (= 56.02 %), 41 Wiesen (= 24.70 %), 19 Holzungen (= 11.45 %)
  • 1961 (Hektar): 167, davon 21 Wald (= 12.57 %)

Einwohnerstatistik

  • 1557: 7 steuerpflichtige Güter und 8 Personen Dienstpersonal
  • 1566: 7 steuerpflichtige Güter und Personen Dienstpersonal
  • 1569: 7 steuerpflichtige Güter
  • 1630: 9 Haushaltungen
  • 1683: 7 Höfe
  • 1710: 10 Huldigende
  • 1789: 9 Bauern, 1 Hüttner
  • 1812: 10 Feuerstellen, 100 Seelen
  • 1835: 78 evangelische Einwohner, 12 Häuser
  • 1885: 78, davon 78 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 83, davon 72 evangelisch (= 86.75 %), 11 katholisch (= 13.25 %)
  • 1970: 69

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1486: Fürstabtei Fulda, Gericht Neukirchen
  • 1683: Fürstabtei Fulda, Gericht Neukirchen
  • 1787: Fürstabtei Fulda, Oberamt Fürsteneck, Gericht Neukirchen
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Eiterfeld, Gericht Neukirchen
  • 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Eiterfeld
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis

Hünfeld

Gemeindeentwicklung

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Haunetal eingegliedert.

Gericht

  • 1822: Justizamt Eiterfeld
  • 1867: Amtsgericht Eiterfeld
  • 1945: Amtsgericht Hünfeld

Herrschaft

  • 1317 verzichtet der Pleban in Neukirchen auf alle Forderungen, die er gegen Graf Johann [I.] von Ziegenhain im Dorf Meisenbach hatte. 1429 verschreiben Sittich und Lutz von Buchenau ihre Güter in Meisenbach für 12 Jahre an Landgraf Ludwig von Hessen. Meisenbach ist ein fuldisches Dorf im Gericht Neukirchen, in das die Landgrafen seit dem 15. Jahrhundert einzudringen versuchen. Wichtigste Herrschaftsträger vor Ort waren die fuldischen Lehnsleute von Buchenau, später die Trümbach und von der Tann.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • 1494: Besitz der von Buchenau in Meisenbach (GR Rothensee)
  • Dorf des fuldischen Amtes Neukirchen

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • Ehemalige Kapelle s. Michaelis 1566 erwähnt.

Patrozinien

  • Michael [1727]

Pfarrzugehörigkeit

1727, 1812, 1872 und 1994 nach Neukirchen eingepfarrt

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Meisenbach, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3331_meisenbach> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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