Rotterterode

Dorf · 335 m über NN  
Gemeinde
Kirchheim
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Dorf

Lagebezug

10,5 km westlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage

Siedlungsplatz mit lockerer Gehöftanordnung an den Südausläufern des Knüllgebirges am Rotteröder Wasser, einem kleinen, linksseitigen Zufluss zur Aula. Über die K 35 ist Rotterterode im Süden mit der B 454 verbunden

Ersterwähnung

1317

Siedlungsentwicklung

Im Bereich der Gemarkung Rotterterode, 0,6 km nordnordwestlich der Höfe Beiersgraben, im Wolfsgraben, einem von Nordwesten kommenden Quellbachtal des Wölfelbaches, fanden sich Hinweise auf eine Wüstung, der bislang kein Namen in den Schriftquellen zugewiesen werden konnten.
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Neuenstein.

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (zwischen 1343 und 1364)
  • Wüstung (1536)
  • Dorf, Dorfschaft (1766)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung

Umlegung der Flur

1890

Älteste Gemarkungskarte

1733

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3539803, 5637573
UTM: 32 U 539713 5635758
WGS84: 50.872134° N, 9.564408° O

Statistik

Ortskennziffer

632011110

Flächennutzungsstatistik

  • 1885 (Hektar): 143, davon 82 Acker (= 57.34 %), 41 Wiesen (= 28.67 %), 1 Holzungen (= 0.70 %)
  • 1961 (Hektar): 585, davon 434 Wald (= 74.19 %)

Einwohnerstatistik

  • um 1610: 6 Hausgesesse
  • 1628: 6 Hausgesesse
  • 1673: 7 Hausgesesse
  • 1747: 12 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1766: 12 ganze Feuerstätten mit 92 Menschen; Gewerbetreibende: 1 Maurer, 1 Schäfer, 2 Tagelöhner, 10 Ackerleute, so als Leineweber ihr eigen Tuch machen (HStAM Best. 49 d, Hersfeld Nr. 397)
  • 1885: 132, davon 130 evangelisch (= 98.48 %), 2 katholisch (= 1.52 %)
  • 1961: 87, davon 87 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1970: 87

Diagramme

Verfassung

Verwaltungsbezirk

  • 1560: Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Obergeis
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula (zuletzt Landgericht Hersfeld)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis

Hersfeld

Gemeindeentwicklung

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Kirchheim eingegliedert.

Gericht

  • vor 1822: Amt Niederaula
  • 1822: Landgericht Hersfeld
  • 1832: Justizamt Niederaula
  • 1867: Amtsgericht Niederaula
  • 1932: Amtsgericht Oberaula
  • 1933: Amtsgericht Bad Hersfeld; Amtsgericht Oberaula (Zweigstelle Niederaula)
  • 1943: Amtsgericht Oberaula
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Herrschaft

  • Hersfeld, KlosterSpätestens Mitte des 14. Jahrhunderts hat Kloster Hersfeld Zinseinkünfte in Rotterterode. 1536 überträgt der Abt von Hersfeld die Wüstung Rotterterode Johann Kyle und dessen Ehefrau Katharina. Bis zur Auflösung des Stifts Hersfeld und seinem endgültigen Übergang an die Landgrafschaft Hessen 1651 ist Reckerode in hersfeldischem Besitz und ist dem Amt Niederaula zugeordnet. 1766 haben die Landgrafen von Hessen die Herrschaft im Dorf mit aller Gerichts- und Gerechtsbarkeit, Herrlichkeit und Hoheit inne

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Kloster Hersfeld

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit

1560 zu Niederaula, 1747, 1872 und 1994 nach Kirchheim eingepfarrt.

Bekenntniswechsel

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kultur

Schulen

1766 gehen die Kinder nach Gossmannsrode in die Schule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)

Wirtschaft

Mühlen

1766 ist keine Mühle vorhanden

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Rotterterode, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3280_rotterterode> (aufgerufen am 25.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/3280