Hatterode

Die Lage von Hatterode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Dorf
Lagebezug
17 km südöstlich von Neukirchen
Lage und Verkehrslage
Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss auf der Niederterrasse des Jossatales. Von Nordwesten einmündend zwei Seitentälchen Straße Wallersdorf (Altkreis Alsfeld) - Breitenbach am Herzberg Außerhalb des Ortes Haltepunkt der Eisenbahnlinie Niederaula/Niederjossa – Alsfeld (Inbetriebnahme der Strecke 1.4.1915).
Ersterwähnung
1315
Siedlungsentwicklung
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Breitenbach (von Dörnberg).
Historische Namensformen
- Hattenrode (1315) [Urkunden A II Kloster Immichenhain]
- Hartenroda
- Hattenroda
- Hattenrode
- Hatterode
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung
Umlegung der Flur
1912/1914
Älteste Gemarkungskarte
1774
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3535538, 5624669
UTM: 32 U 535450 5622859
WGS84: 50.756419° N, 9.502572° O
Statistik
Ortskennziffer
632004030
Flächennutzungsstatistik
- 1838 (Kasseler Acker): 1335 stellbares Land, 270 Wiesen, 12 Gärten, 114 Triesche
- 1885 (Hektar): 412, davon 295 Acker (= 71.60 %), 65 Wiesen (= 15.78 %), 6 Holzungen (= 1.46 %)
- 1961 (Hektar): 428, davon 1 Wald (= 0.23 %)
Einwohnerstatistik
- 1585: 38 Hausgesesse
- 1639: keine Angaben. 1681: 10 Hausgesesse, 1 Ausschuss, 1 Junggeselle
- 1781: 17 Ackerleute, zugleich Leineweber, 2 Müller, 1 Schmied, 1 Bender, 2 Schneider, 5 Leineweber, 1 Tagelöhner, 1 Tagelöhnerin
- 1781: 39 Wohnhäuser mit 249 Einwohnern
- 1838 (Familien): 32 Ackerbau, 28 Gewerbe, 14 Tagelöhner
- 1861: 377 evangelisch-reformierte Einwohner
- 1885: 351, davon 351 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961 (Erwerbspersonen): 132 Land- und Forstwirtschaft, 69 produzierendes Gewerbe, 13 Handel und Verkehr, 7 Dienstleistung und Sonstiges
- 1961: 376, davon 340 evangelisch (= 90.43 %), 36 katholisch (= 9.57 %)
- 1970: 343 Einwohner
Diagramme
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1434 und später: Gericht Breitenbach
- 1807-1813: Königreich Westfalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Breitenbach
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Grafschaft Ziegenhain, Amt Neukirchen
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Ziegenhain
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Ziegenhain
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Ziegenhain
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Ziegenhain
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Ziegenhain
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Altkreis
Ziegenhain
Gemeindeentwicklung
Am 31.12.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschuss mit anderen Gemeinden zur neuen Gemeinde Breitenbach am Herzberg, deren Ortsteil Hatterode wurde.
Gericht
- 1822: Justizamt Oberaula
- 1867: Amtsgericht Oberaula
- 1879: Amtsgericht Oberaula
- Seit 1945: Amtsgericht Neukirchen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1440 verkauft Werner Holzsadel dem Marschall Hermann Riedesel für 100 rheinische Gulden seine Güter und Gütchen zu Breitenbach und Hatterode, die er vom Landgrafen zu Lehen hatte.
Kirche und Religion
Pfarrzugehörigkeit
Um 1450: nach Grebenau eingepfarrt 1585 und später: Filiale von Breitenbach
Bekenntniswechsel
Einführung der Reformation vermutlich ab 1527.
Kultur
Schulen
1910 einklassige Volksschule
Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles)
Wirtschaft
Mühlen
1781 befanden sich am westlichen Ende des Dorfes 2 Mühlen; die eine war dörnbergisches Lehen des Joh. Georg Wettlauffer und verfügte über 1 Mahl-, 1 Schlag- und 1 Schneidegang. Die andere, sogenannte Obermühle, war Eigentum des Christoph Batz und verfügte über 1 unterschlächtigen Mahlgang.
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 209
- Köhler, Geschichte von Hattenrode
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 68 f.
- Fundberichte aus Hessen 1991, S. 410 (Sippel). > Einzelfunde 1,5 km nordöstlich
- Denkmaltopographie Landkreis Hersfeld-Rotenburg 1, S. 206-210
- Kleinfeldt, Kirchenorganisation, S. 59
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hatterode, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3246_hatterode> (aufgerufen am 25.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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