Riffelrode
Wüstung · 368 m über NN
Gemarkung
Friedewald Gemeinde
Friedewald Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff. Verortung
Externe Kartenangebote
Die Lage von Riffelrode im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
10 km ostnordöstlich von Bad Hersfeld
Lage und Verkehrslage
An der Quelle der Herfa östlich von Friedewald
Ersterwähnung
1239
Historische Namensformen
- Richofflrode, in (1239) [Datum erschlossen Urkundenbuch des Klosters Frauensee, S. 19-20, Nr. 36]
- Richolferode (1323) [HStAM Best. Urk. 57 Nr. 508]
- Richolferode (1356) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Best. Urk. 57 Nr. 576]
- Richolferade (1359) [HStAM Best. Urk. 100 Nr. 1864]
- Riffelderode (1401) [Schreibweise im Archivregest: Vosbach HStAM Best. Urk. 13 Nr. 1784]
- Reiffelrod (1553) [HStAM S Nr. 318 (Friedewalder Salbuch)]
- Reffelrodt (1592) [Mercators Karte HStAM Bestand Karten Nr. R II 28]
- Riffelroder Wüstung (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 16,1]
Bezeichnung der Siedlung
- Dorf (1323)
- Wüstung (1484)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3561470, 5639240
UTM: 32 U 561371 5637424
WGS84: 50.885221° N, 9.87247° O
Statistik
Ortskennziffer
63200601002
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1401: Landgrafschaft Hessen, Gericht/Amt Friedewald
Altkreis
Hersfeld
Herrschaft
- 1356 bekundet Abt Johann von Hersfeld, dass sein Marschall Heinrich von Mansbach mit seiner Bewilligung sein Vorwerk und Güter in Richolferode und Dorndorf an den Konvent in Kreuzberg verkauft und er denselben damit belehnt hat.
- 1359 werden Wolf und Guntram von Hornsberg von den Landgrafen Heinrich und Otto von Hessen als Burgmann in Friedewald aufgenommen. Sie haben von den Landgrafen eine Hufe Land in Richolferode erhalten, worauf sie ihren Burgsitz errichten sollen, und dazu einen Acker für einen Krautgarten.
- 1401 haben Eberhard von Buchenau und sein Sohn Eberhard von Landgraf Hermann von Hessen das Schloss Friedewald sowie die Dörfer und Wüstungen Ausbach, Herfa, Wundorf, Riffelderode und Weißenborn zu Lehen erhalten.
- 1485 stimmt Abt Wilhelm von Hersfeld dem Verkauf der Güter in und um das Schloss Hersfeld, die Nithard von Aldenburg von Hersfeld zu Lehen trägt, an Landgraf Wilhelm von Hessen unter der Voraussetzung zu, dass der Landgraf die Güter von Hersfeld zu Lehen nimmt. Zu den Gütern gehört auch Riffelrode.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1239 überträgt Bertold von Hornsberg dem Kloster Frauensee zu seinem Seelenheil zwei Mansen in Riffelrode.
- 1323 verzichtet Friedrich genannt Völkershausen gegenüber Propst Ludwig, Äbtissin Elisabeth und den Konvent in Kreuzberg auf alle Ansprüche am Dorf Richolferode.
Nachweise
Literatur
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 388
- Fundberichte aus Hessen 1991, S. 433 f. (Sippel)
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Riffelrode, Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/3103_riffelrode> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/3103