Rodersen
Wüstung
Gemarkung
Hofgeismar Gemeinde
Hofgeismar Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff. Verortung
Externe Kartenangebote
Die Lage von Rodersen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
3,5 km nordöstlich von Hofgeismar
Lage und Verkehrslage
Beim Rödderhof 3,5 km nordöstlich von Hofgeismar
Ersterwähnung
1020
Siedlungsentwicklung
Das Dorf fiel vermutlich noch im 14. Jahrhundert wüst.
Historische Namensformen
- Rothiereshusun (1020) (MGH Diplomata Könige 3, Heinrich II. : Bresslau, S. 551, s. auch Vita Meinwerci, in: MGH Scriptores 11: Pertz, Historiae aevi Salici, S. 144)
- Rotherssen (1272/73) [Staatsarchiv Würzburg, Domkapitel Mainz, Mainzer Urkunden 3391 (zu 1273); das Vidimus von 1284 datiert zu 1272 HStAM Bestand Urk. 52 Nr. 8; Druck Gudenus, Codex diplomaticus exhibens anecdota 1, S. 751-752, Nr. 341; Regest (fehlerhaft) Kruppa, Grafen von Dassel, S. 482, Nr. 474]
- Rodersen, in (13. Jahrhundert) [Abschrift 2. Hälfte 14. Jahrhundert, J. Dolle, Lehnbuch der Edelherren von Schöneberg, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 41 (1991), S. 52-73 (93, 116, 161, 165, 229)]
- Rûederssin (1345/46) [Landgrafen-Regesten online Nr. 10771]
- Rodersen, to (1423) [HStAM Bestand Urk. 52 Nr. 147]
Bezeichnung der Siedlung
- Dorf (1345/46, 1423)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3529995, 5708086
UTM: 32 U 529909 5706243
WGS84: 51.506522° N, 9.430954° O
Statistik
Ortskennziffer
63301304050
Verfassung
Altkreis
Hofgeismar
Herrschaft
- 1345/46 erhebt Erzbischof Heinrich von Mainz Klage gegen Landgraf Heinrich II. u.a. wegen zugefügten Schadens in Rodersen und fordert 150 Mark Schadenersatz.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1272 verkaufte Rudolph von Dassel die Grafschaft, zu der auch Rodersen gehörte, an das Erzbistum Mainz.
- Die Herren von Schöneberg haben im 13. und 14. Jahrhundert Güter und den Zehnten in Rodersen als Lehen an Bürger und Burgmannen in Hofgeismar ausgetan.
- 1348 verkauft Johannes von Lebbeke 1/2 Mark Pfennige Pension dem Hildebrand von Gandra, Priester von Geismar, und seinem Bruder Bertold, Bürger ebendort, für 5 Mark Pfennige an den 2 Hufen in Rodersen, die er von dem Conrad von Schöneberg zu Lehen hat, behält aber sich und seinen Erben vor, diese Einkünfte jährlich zwischen Martini und Lichtmeß zurückkaufen zu können.
- 1423 geben die von Haldessen, welche Rodersen als Lehen haben, an die von Schöneberg zurück.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rodersen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2914_rodersen> (aufgerufen am 17.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/2914