Gran

Wüstung · 300 m über NN  
Gemarkung
Wolfhagen
Gemeinde
Wolfhagen
Landkreis
Kassel
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Siedlung

Ortstyp

Wüstung

Lagebezug

2 km südlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage

Die Wüstung lag gemäß HLGL-Flurnamenverzeichnis der 1930er Jahre am Granerberg, wo sich nun ein Segelflugplatz befindet. 0,5 km südwestlich gibt es heute zudem eine danach benannte Gehöftgruppe Granfeld.

Ersterwähnung

1081

Letzterwähnung

Anfang 15. Jahrhundert

Siedlungsentwicklung

Es war vielleicht schon 1321 wüst (im felde Gran) (UA Hasungen], jedenfalls Anfang des 15. Jahrhunderts (Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 170).

Historische Namensformen

Bezeichnung der Siedlung

  • villa (1123)
  • villa (1107-1128)
  • villa (1253)
  • im felde Gran (1321) [HStAM Urk. 27 (Urkundenarchiv Hasungen)]

Koordinaten

Gauß-Krüger: 3512265, 5685291
UTM: 32 U 512186 5683457
WGS84: 51.302297° N, 9.174806° O

Statistik

Ortskennziffer

63302810037

Verfassung

Altkreis

Wolfhagen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer

  • Bereits im 11. Jahrhundert ist Besitz des Klosters Hasungen in Gran nachweisbar. 1123 erhielt das Kloster von Rilind von Itter eine Kirche in Gran (siehe Ortskirche). Zur Zeit des Abtes Erkenbert (1107-1128) verzeichnete die Reichsabtei Corvey 8 iugera in Gran, die der Propstei Marsberg zugewiesen waren. 1151 bestätigt Erzbischof Heinrich von Mainz dem Kloster Hasungen die Schenkungen des Trutwin von Gran, der dafür Güter in Vorschütz und Gran erhält. 1154/59 erwirbt Abt Hildebold von Hasungen insgesamt drei Hufen in Gran.
  • 1240 erhielt die Kirche in Todenhausen sieben Äcker in Gran als Kompensation für verlorene Güter. 1253 ist Kloster Hasungen Grundherr in Istha. Daneben hat 1253 das Kloster Breitenau Besitz in Gran.
  • 1336 machen die von Helfenberg vier Hufen ihres Besitzes in Alveringhausen zu hessischen Lehen. 1409 verzichtet Rudolf von Helfenberg, Burgmann zu Wolfhagen, u.a. auf Ländereien in Gran, die er als hessisches Lehen innehat, zugunsten der Landgrafen.

Zehntverhältnisse

1209, 1253 und 1310 hat das Petersstift Fritzlar Zehnteinkünfte in

Ortsadel

Adlige von Gran 1150 bis 1269 (Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 170; UA Hasungen und Schönenberg)

Kirche und Religion

Ortskirchen

  • 1123 erhielt das Kloster Hasungen hier von Rilind von Itter eine Kirche.
  • 1354-1488 wurden Pfarrer genannt (UA Hasungen).

Kirchliche Mittelbehörden

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Erzpriestersprengel Schützeberg

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Gran, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2751_gran> (aufgerufen am 14.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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