Fridegossen

Die Lage von Fridegossen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
1,5 km südwestlich der Stadtmitte von Wolfhagen
Lage und Verkehrslage
Wohl in den nahe beieinander liegenden Fluren An der Fredegasse und Fredegassen Born (hier mittig lokalisiert).
Ersterwähnung
1151
Letzterwähnung
1310/1579
Siedlungsentwicklung
Der Ort nach Landau vermutlich 1310 bereits wüst. 1555 überlässt der Stadtrat zu Wolfhagen einem Mitbürger dort einen Mühlenplatz, 1579 wird darauf eine Pulver- oder Ölmühle errichtet.
Historische Namensformen
- Fridegozzeshusen, in; Fridegozzeshůsen, in (1151) [UB Mainz 2,1, S. 300-301, Nr. 162]
- Fridegozen, in (1200) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 6]
- Fridegozsen, in (1250) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 133, Nr. 127]
- Fridegodessen, in (1263) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 195, Nr. 224]
- Vredegatsen, in (1279) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 242, Nr. 300]
- Vredegotzen (1287) [Urkunden Kloster Hardehausen, S. 286, Nr. 372]
- Fridegossen (1310) [Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 168]
- Frydegossen (1313) [HStAM Best. Urk. 16 (Kloster Breitenau)]
- Fredegodezsen, de (1330) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 167]
- Fryodegodessen (1339) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Bestand Urk. 27 Nr. 218]
- Vredegodesen (1354)
- Fredegassen (1515) [HStAM > 22 a 2 Hasungen (Hasunger Güterregister)]
- Pulffermhule zu Fridegass (1555) [HStAM Bestand S Nr. 625, Bl. 16r]
Bezeichnung der Siedlung
- villa (1250)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3510817, 5686879
UTM: 32 U 510739 5685044
WGS84: 51.3166° N, 9.154092° O
Statistik
Ortskennziffer
63302810033
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Amt Wolfhagen
Altkreis
Wolfhagen
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1151 bestätigt der Erzbischof Heinrich von Mainz dem Benediktinerkloster Hasungen die Todfallschenkung von Besitz in Gran und einer Mühle in Friedegassen durch den Edlen Trutwin von Gran, wofür dieser Besitz in Vorschütz und Gran sowie den Zehnten in Friedegassen auf Lebzeiten erhält. 1250 schenkt Johannes von Gran dem Kloster Hardehausen ein Hufe zu Fridegossen.
- 1263 teilen die Brüder von Helfenberg ihren Besitz in Fridegossen und Langeln auf. 1279 verkauft das Kloster Hasungen der Witwe Gisela von Helfenberg eine Hufe in Fridegossen, 1287 verkauft das Kloster Hasungen die einst Johannes von Gran gehörige Hufe dem Kloster Hardehausen. Die Herren von Helfenberg verzichten 1297 auf alle Ansprüche in Fridegossen gegenüber dem Kloster Hardehausen.
- 1330 schenkt Adelheid von Fridegossen dem Kloster Hasungen eine halbe Hufe für ihr Seelenheil.
Zehntverhältnisse
1200 erwirbt das Kloster Hasungen einen Zehnen in Fridegossen von dem Bruder Johannes von Oberhasungen.
Wirtschaft
Mühlen
1555 Pulver- und Ölmühle
ab 1579 Mahlmühle
um 1672 Loh- und Walkmühle
Nachweise
Literatur
- Görlich, Wolfhagen, S. 291-292
- Siegel, Gustav, Geschichte der Stadt Wolfhagen
- Lynker, K. Geschichte der Stadt Wolfhagen Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde, Supplement, Bd. 6 (1855)
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 147
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 168
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fridegossen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2719_fridegossen> (aufgerufen am 13.06.2026)
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