Markessen

Die Lage von Markessen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
10 km nordöstlich von Hofgeismar
Lage und Verkehrslage
Wüst im Reinhardswald zwischen Beberbeck und Gottsbüren. 2,7 km südwestlich von Gottsbüren in einer Gemarkungsausbuchtung entlang eines Baches findet sich dazu im HLGL-Flurnamenverzeichnis die amtliche Flur Beberbecker Grund, welche mundartlich Marseen heißt. Hier wurde als Kommentar Marseen = Wüstung angegeben (Flur mittig lokalisiert). Der nahe östlich gelegene Berg heißt zudem Marxer Kopf und es findet sich der Marxer Grund. Die Wüstung lag somit 2,5 km nordnordöstlich von Beberbeck.
Ersterwähnung
880/889
Historische Namensformen
- Mardachuson (880-889) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 1, Nr. 3]
- Markessen, de (vor 1220) [HStAM Bestand Urk. 52 Nr. 5; Kruppa, Grafen von Dassel, S. 389, Regest Nr. 132; Druck bei: C.N.B. Falckenheiner, Berichtigende Zusätze zu Wenck's Geschichte der Grafen von Dassel, in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 4 (1831), S. 153, Beilage 3; vgl. Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1, Urkundenbuch, S. 224, Nr. 213 Anm.]
- Markessen (1272/73) [Staatsarchiv Würzburg, Domkapitel Mainz, Mainzer Urkunden 3391 (zu 1273); das Vidimus von 1284 datiert zu 1272 HStAM Bestand Urk. 52 Nr. 8; Druck Gudenus, Codex diplomaticus exhibens anecdota 1, S. 751-752, Nr. 341; Regest (fehlerhaft) Kruppa, Grafen von Dassel, S. 482, Nr. 474]
- Martten (1441) [HStAM Bestand Urk. 5 Nr. 513]
- Marxen Halbe (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 3]
- Marksen [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]
Bezeichnung der Siedlung
- Wüstung (1441) ]
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3533510, 5713835
UTM: 32 U 533423 5711989
WGS84: 51.557995° N, 9.482124° O
Statistik
Ortskennziffer
63302504012
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- Gericht Sababurg
Altkreis
Hofgeismar
Gericht
- Gericht Sababurg
Herrschaft
- 1370 bekundet Hans von Gladebeck, Hans von Stockhausen habe ihm das Dorf Markessen für 7 1/2 Mark Mündener Währung versetzt. Offenbar ist Markessen braunschweiger Lehen der von Stockhausen. 1425 beschwert sich Erzbischof Konrad von Mainz, der Landgraf habe sich u.a. Markessen angeeignet.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- Herzog Otto von Braunschweig überträgt 1441 dem Landgrafen Ludwig von Hessen seine lehensherrlichen Rechte über die Wüstung Martten von Reinhardswiser und entbindet Hans und Heinrich von Stockhausen von ihren Verpflichtungen ihm gegenüber.
Nachweise
Literatur
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Markessen, Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/2644_markessen> (aufgerufen am 02.06.2026)
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