Remminghausen

Die Lage von Remminghausen im Orthofoto
Siedlung
Ortstyp
Wüstung
Lagebezug
2,5 km südöstlich von Bad Arolsen
Lage und Verkehrslage
Südwestlich von Wetterburg; Flur- und heutige Siedlungsbezeichnung Remmeker Feld
Ersterwähnung
1170
Historische Namensformen
- Remmenchusen, in (1170) [Spilcker, Geschichte der Grafen von Wölpe und ihrer Besitzungen, S. 294-296, Nr. 109 = HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 7931 mit Namensform Remmenozuzen im Regest]
- Remmeckhusen, in (1182) [Abschrift 16. Jahrhundert Westfälisches Urkundenbuch 5,1: Papsturkunden Westfalens bis zum Jahre 1304, S. 52-53, Nr. 136]
- Remmenchusen, in (1234) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 7943, Druck: Spilcker, Geschichte der Grafen von Everstein und ihrer Besitzungen, Urkundenbuch, S. 64-66, Nr. 51]
- Remmenchusen, in (1239) [Varnhagen, Grundlage der waldeckischen Landes- und Regentengeschichte, Urkundenbuch, S. 74-78, Nr. 28]
- Remmynchusen, in (1362) [Urkunden der Propstei Marsberg, S.130, Nr. 213]
- Remminchusen (1383) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 3635]
- Remminchusen (1399) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 3636]
- Remmeckhusen; Remminckhusen; Remmynckhusen [HStAM Bestand 127 Nr. 3]
Bezeichnung der Siedlung
- villula (1182)
- Dorf (1383)
Koordinaten
Gauß-Krüger: 3503042, 5693488
UTM: 32 U 502967 5691651
WGS84: 51.376098° N, 9.042628° O
Statistik
Ortskennziffer
63500212009
Verfassung
Verwaltungsbezirk
- 1239: Grafschaft Everstein, Gericht Donnersberg
Altkreis
Waldeck
Herrschaft
- 1493 teilen sich Graf Otto IV. von Waldeck und das Kloster Arolsen die Feldmark Remminghausen.
Besitz
Grundherrschaft und Grundbesitzer
- 1170 tauscht Konrad Stapel vom Kloster Arolsen ein zur villicatio Hildemanninchusen gehörendes Gut in Remminghausen gegen ein solches in Hahchusen ein.
- 1182 bestätigt Papst Lucius III. dem Kloster Arolsen seine Besitzungen u.a. in Remminghausen.
- 1234 überweisen Bernhard und Hermann von Holzhausen und Hermann von Itter dem Kloster Arolsen die Kirche in Kapelle gegen Güter in Osterhausen und zwölf Mark aus Wettesingen und bekunden, dass der Vogt des Klosters, Graf Adolf von Waldeck, kein Anrecht an dieser Kirche und den Hof in Remmenchusen habe. Heinrich, Graf von Waldeck, und sein Sohn Adolf verkaufen 1383 das Dorf Reminghausen und die Mühle unter der Wetterburg für 285 Schilling Königsturnose an Johann von Brunhardessen und seine Söhne wiederkäuflich. 1399 verzichten Dietrich von Dalwig, seine Frau Oda und sein Sohn Dietrich auf alle Ansprüche auf Reminghausen und die Mühle unter der Wetterburg.
Zehntverhältnisse
1240 überträgt Graf Adolf von Waldeck den von ihm ausgehenden Zehnten dem Kloster Arolsen [Urkunden zur Geschichte der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont, bearb. von Louis Curtze, o.J., Exemplar in der Dienstbibliothek des Hessischen Staatsarchivs Marburg, S. 3, Nr. 5] 1362 verpfändet Ludolf von Horhusen seinen dritten Teil des Zehnten in Remminghausen an Marsberger Bürger.
Kirche und Religion
Ortskirchen
- Der Orte verfügt 1537 über eine Kirche, von der im 18. Jahrhundert noch Mauerreste vorhanden waren. Möglicherweise befand sich diese im Osten der Gemarkung von Arolsen (Flurname Kirchhofswiese im Bereich des Hühnergrundes).
Nachweise
Literatur
- Bösch, Karl: Geschichte des Klosters Arolsen in: Geschichtsblätter für Waldeck (und Pyrmont) 1, 1901, S. 4-9,
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2 (Kreis der Twiste), S. 269,
- Höhle, Untergegangene Ortschaften in Waldeck, S. 99-101, Nr. 62
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Remminghausen, Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://lagis.hessen.de/de/orte/historisches-ortslexikon/alle-eintraege/1931_remminghausen> (aufgerufen am 05.05.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/ol/1931